Kantonsrat
Kantonsratspräsident kippt Wirtschaftsgesetz von der Traktandenliste

Die Beratung des Wirtschafts- und Arbeitsgesetzes wurde von der Traktandenliste der nächsten Kantonsratssession gestrichen. Über das Gesetz soll in einer späteren Session beraten werden.

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An der Januar-Session wird doch noch nicht über das neue Wirtschafts- und Arbeitsgesetz verhandelt.

An der Januar-Session wird doch noch nicht über das neue Wirtschafts- und Arbeitsgesetz verhandelt.

Oliver Menge

In der Kantonsratssession von nächster Woche fällt eines der zentralen Geschäfte ins Wasser: Die Beratung des Wirtschafts- und Arbeitsgesetzes ist von der Traktandenliste gestrichen worden.

Dies gab am Freitagabend Ratssekretär Fritz Brechbühl in einer mutzen Medienmitteilung bekannt. In welcher späteren Session das Geschäft im Kantonsrat zur Debatte stehen wird, ist noch unbekannt.

„Angesichts der Menge der inzwischen eingereichten bzw. noch zu erwartenden Anträge zum Wirtschafts- und Arbeitsgesetz", so heisst es, habe Kantonsratspräsident Peter Brotschi „nach Rücksprache mit der Ratsleitung entschieden, das Geschäft von der Tagesordnung für die Januar-Session abzusetzen und auf eine spätere Session zu verschieben".

Laut Brechbühl soll damit „insbesondere verhindert werden, dass ‚Schnellschüsse‘ passieren und es soll auch den Fraktionen mehr Zeit zur Beratung der diversen Detailanträge eingeräumt werden."

Erst vor Wochenfrist hatten sich verschiedene Event- und Kulturveranstalter aus dem ganzen Kanton in einem „offenen Brief" zu Wort gemeldet. Darin hatten sie den Kantonsrat aufgefordert, bei der anstehenden Gesetzesrevision „die am Bettag geltenden Restriktionen zu lockern". (ums.)