Die Bildungs- und Kulturkommission beantragt dem Kantonsrat einstimmig, den Bericht über die Erfüllung des Leistungsauftrags 2016 der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) zu genehmigen. Die FHNW kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken und weist gute Ergebnisse aus. Die Fachhochschule schliesst das Jahr 2016 mit einem Gewinn von 6.457 Mio. Franken ab, wie die Staatskanzlei in einer Medienmitteilung schreibt.

Nebst dem haushälterischen Umgang der FHNW mit den Beiträgen aus den Kantonen wirken sich auch die aktuelle Zins- und Teuerungsentwicklung, insbesondere bei den Mieten, positiv aus.

Neues Globalbudget für die Jahre 2018 bis 2020

Das neue Globalbudget basiert auf den Vorgaben des Staatsvertrags und umfasst den Leistungsauftrag der vier Trägerkantone Aargau, Basel Landschaft, Basel Stadt und Solothurn. Der Verpflichtungskredit beläuft sich auf 111'666'000 Franken.

Die FHNW gehört zu den führenden Fachhochschulen in der Schweiz und das breite Studienangebot wird rege genutzt. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Wirtschaft eröffnen sich den gut ausgebildeten Fachkräften gerade in der Region beste Berufschancen und die Absolventen können so in der Nordwestschweiz gehalten werden. Die Kommission beantragt dem Kantonsrat einstimmig die Annahme dieses Verpflichtungskredits.

BIKUKO unterstützt Volksaufträge

Ein Volksauftrag verlangt, dass gleichzeitig mit Steueranpassungen bei den juristischen Personen ein Massnahmenpaket vorgelegt wird, das Arbeitsplätze sichert, indem in den Unternehmen Bildungsmassnahmen für alle gefördert werden. Der Regierungsrat hat das Begehren zur Umsetzung in einen Prüfauftrag umgewandelt. Die BIKUKO unterstützt den Vorschlag des Regierungsrats mehrheitlich. Die Sicherung der Arbeitsplätze durch eine Förderung der Bildung in den Unternehmen ist ein klares Ziel.

Mit einem Auftrag verlangt Urs von Lerber (SP, Luterbach), dass die Eltern vor dem Übertritt der Kinder in die Sekundarstufe I umfassend über die verschiedenen Laufbahnmöglichkeiten informiert werden. Dabei sollen auch die Vorzüge der Berufsbildung aufgezeigt werden. Oft wird ausschliesslich ein Weg über die Sek P mit anschliessender Matura als erstrebenswert erachtet. Das duale Bildungssystem ist eine Stärke der Schweiz und insbesondere im Kanton Solothurn besonders gut entwickelt.

Es ist daher dringend nötig, den Eltern für ihre Kinder auch diesen Bildungsweg aufzuzeigen und bekannt zu machen. Der Regierungsrat teilt das Anliegen des Auftraggebers. Er ist jedoch der Ansicht, dass die bereits eingeleiteten Massnahmen ausreichen. Er beantragt daher Erheblicherklärung und Abschreibung des Auftrags. Eine Mehrheit der BiKuKo folgt dem Regierungsrat. (sks)