Tarifverbund Nordwestschweiz
Kantonsrat wehrt sich für Einheits-Abo

Die Regierung soll alles unternehmen, damit beim Abo des Tarifverbundes Nordwestschweiz auch weiterhin keine Zonen eingeführt werden. Ein Auftrag von SVP-Kantonrat Beat Ehrsam wurde im Kantonstat mit grosser Mehrheit angenommen.

Elisabeth Seifert
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Die Kantonsratssession tagt derzeit im Parktheater Grenchen.

Die Kantonsratssession tagt derzeit im Parktheater Grenchen.

Mit Ausnahme einer Mehrheit der Fraktion CVP/EVP/GLP stellten sich alle Fraktionen hinter den Auftrag von Beat Ehrsam. Das Parlament folgte damit - gegen den Antrag der Regierung - der Empfehlung der Umwelt-, Bau- und Wirtschaftskommission (Umbawiko).

Das Erfolgsmodell des Einheitsabos für die Nordwestschweiz soll erhalten bleiben, meinte Umbawiko-Sprecher Heinz Glauser (SP). Zudem soll die Regierung im Rahmeb der laufenden Verhandlungen des TNW zur Einführung von Zonen signalisieren, dass der Kanton Solothurn am Einheits-Abo festhalten will.

Die befürwortenden Fraktionssprecher unterstrichen, dass das heutige Einheits-Abo sämtlichen öV-Kunden im Einzugsgebiet nütze. Auch öV-Kunden, die das Abo vor allem für kürzere Strecken im Raum Basel brauchen, können damit auch Ausflüge in die weitere Umgebung unternehmen.

Regierungsrat Walter Straumann hielt vonseiten der Regierung fest, dass der Tarifverbund aufgrund höherer Kosten dringend auf mehr Einnahme angewiesen sei. Generiert werden könnten solche entweder durch höhere Einheitspreise oder eine Einführung von Zonen.