Massnahmenplan
Kantonsrat fährt mit Nachbus vorsichtigen Kurs

Am Dienstag lehnte es der Kantonsrat bei der Behandlung des Massnahmenplans ab, die Ausgaben für den öffentlichen Verkehr einzufrieren. Und schon am Mittwoch wollte ein Teil des Parlaments rund 0,5 Mio. Franken zusätzlich ausgeben.

Stefan Frech
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Zurzeit bezahlen die Gemeinden das Nachtbus-Angebot.

Zurzeit bezahlen die Gemeinden das Nachtbus-Angebot.

sat

So viel hätte die Aufnahme der bereits bestehenden drei regionalen Nachttransporte (Moonliner, Nachtwelle, Nachtnetz) ins Grundangebot des Kantons gekostet. Die Grünen und ein Teil der SP- und CVP/EVP/GLP-Fraktion unterstützten einen entsprechenden Auftrag von CVP-Kantonsrätin Susanne Koch Hauser (Erschwil).

Die FDP und die Mehrheiten von SP und CVP/EVP/GLP verhalfen jedoch dem von der Regierung vorgeschlagenen vorsichtigeren Wortlaut zum Durchbruch: Das Amt für Verkehr und Tiefbau muss lediglich abklären, wie viel die Aufnahme der Nachtnetze kosten würde. Auch soll geprüft werden, in wieweit das heutige Nachtangebot optimiert und besser aufeinander abgestimmt werden kann. Schliesslich sollen die Tarife der Nachtnetze angeglichen werden.

Der umformulierte Auftrag wurde mit 73:19 Stimmen überwiesen. Die Nein-Stimmen stammten von der SVP-Fraktion, die sich mit Hinweis auf die Finanzlage des Kantons auch gegen die abgeschwächte Version des Auftrags wandte.