Mindesten zwölf Kantone sind der «Interkantonalen Vereinbarung über die kantonalen Beiträge an die Spitäler zur Finanzierung der ärztlichen Weiterbildung und deren Ausgleich unter den Kantonen» bereits beigetreten. 18 Kantone sind nötig, damit das Konkordat in Kraft tritt. Mit 76 zu 11 Stimmen (bei 4 Enthaltungen) hat sich am Mittwoch auch der Solothurner Kantonsrat für einen Beitritt ausgesprochen.

Der Beschluss des Parlaments muss jetzt noch vom Stimmvolk abgesegnet werden. Dagegen ausgesprochen haben sich im Kantonsrat mehrere Mitglieder SVP und der grossen Mittefraktion. Mit dem Beitritt zum Konkordat verpflichtet sich Solothurn zu einem Beitrag von mindestens 15'000 Franken pro Jahr und Vollzeitstelle an die Weiterbildungskosten für Assistenzärzte, die in einem Spital auf Solothurner Boden anfallen.

Zudem zahlen sie 15'000 Franken pro Jahr an die Weiterbildungskosten für Assistenzärzte aus dem Kanton Solothurn, die sich in einem ausserkantonalen Spital ausbilden lassen. Insgesamt bedeutet das jährliche Kosten für den Kanton Solothurn zwischen 5 und 6 Mio. Franken. Die Mehrkosten gegenüber heute liegen zwischen 2 und 2,5 Mio. Franken.

Ein Beitritt sei wichtig, betonten die Fraktionssprecher, weil sonst Solothurner Assistenzärzte auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz in einem anderen Kanton einen Nachteil haben. Die Gegner erinnerten an den Spardruck des Kantons und zudem könne mit einem Beitritt dem (Haus-)Ärztemangel nicht begegnet werden. (esf)