Schützen
Kantonalschützen pflegen ihre Traditionen mit Stil

In Boningen fand die 92. Generalversammlung des Verbandes statt. 78 Mitglieder wurden zu kantonalen oder eidgenössischen Ehrenveteranen ernannt.

Walter Ernst
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Zwei neue Träger der Ehrenmedaille: (v.l.) Ehrendame Chantal Bleuer, Willy Gugger, Präsident Hubert Bur, Paul Seeberger und Ehrendame Belinda Werthmüller.

Zwei neue Träger der Ehrenmedaille: (v.l.) Ehrendame Chantal Bleuer, Willy Gugger, Präsident Hubert Bur, Paul Seeberger und Ehrendame Belinda Werthmüller.

Die Zusammenkunft an der Generalversammlung des Kantonalverbandes Solothurner Schützenveteranen (KSSV) ist jeweils ein eindrückliches Bekenntnis zum Schiesssport im Alter und somit zur Pflege von Traditionen und Errungenschaften. Die Teilnehmenden wurden musikalisch begrüsst durch die Musikgesellschaft Boningen. Nach dem traditionellen «Solothurner Marsch» war die Reihe an Kantonalpräsident Hubert Bur (Wolfwil), der neben den 246 anwesenden Schützen und Schützinnen zahlreiche Gäste aus Politik und Verwaltung begrüsste.

Mehr Mitglieder gewonnen

In seinem Rückblick wies Bur auf das «Highlight im Berichtsjahr» hin – auf das kantonale Veteranenschiessen in Balsthal, das von 468 Schützen und Schützinnen besucht wurde. Erfreut zeigte er sich auch über den Aufwärtstrend in der Mitgliederentwicklung; konnten doch 47 neue Veteranen willkommen geheissen werden. Dennoch: Das Potenzial sei mit 1059 Mitgliedern noch keineswegs ausgeschöpft. «Wir hoffen und wünschen, dass alle Vereinigungen auch in Zukunft Stützen unseres Kantonalverbandes sind und sich zum Wohle des gesamten Schiesswesens einsetzen werden», so der Präsident. Im weiteren verwies Bur auf den «JU+VE-Final» in Thun, an dem 150 Jugendliche, 212 Juniorinnen und Junioren sowie 195 Veteranen teilnahmen. Routinier Roman Burkard (Egerkingen) schaffte als einziger Solothurner die Finalqualifikation (25 m, Kategorie D). In der Endausmarchung belegte er den fünften Rang. Das Podest verpasste der Gäuer um zwei Punkte.

Gassler: «Staatstragender Anlass»

«Wenn Solothurner in dieser Formation zusammenkommen, in dieser Vielfalt und Anzahl – dann muss es staatstragend sein – es ist ein Anlass der Schützen», erklärte die Militärdirektorin Esther Gassler in ihrer Begrüssungsansprache. Diese Verbundenheit pflege man auch bei den momentanen militärischen Entlassungsfeiern. Im Zusammenhang mit der Wehrpflicht erinnerte Gassler an eine weitere Initiative der Armeegegner, über die im nächsten Jahr abgestimmt wird. «Sie will dieses demokratische Standbein aushebeln. Ich bin mir sicher, dass die Schützen auch an diesem Urnengang ein deutliches Wort dazu sprechen werden.»

Die von Emil Borner präsentierte Jahresrechnung schloss mit Mehrausgaben von 917 Franken ab. Das Budget sieht bei einem unveränderten Jahresbeitrag von 20 Franken Mehreinnahmen von 210 Franken vor. Der Vorstand wurde ermächtigt, im Hinblick auf allfällige Rücktritte in der Führungsmannschaft die Lücken durch geeignete Bewerber in eigener Kompetenz zu schliessen.

36 neue kantonale Ehrenveteranen

Aufgelockert wird das Programm jeweils durch die Ehrung erfolgreicher Schützen und Schützinnen, vorgenommen durch den Schützenmeister Rudolf Gerber. 36 Kameraden wurden zu kantonalen Ehrenveteranen ernannt. Zudem werden alle Kameraden, die während des Berichtsjahres ihren 80. Geburtstag feiern, in die Garde der eidgenössischen Ehrenveteranen aufgenommen. In Boningen waren es nicht weniger als 42, denen zur «Ehre – wem Ehre gebührt» gratuliert werden konnte. Peter Anderegg, Präsident des Verbandes Schweizerischer Schützenveteranen, gratulierte den Ehrenveteranen und erinnerte daran, dass inskünftig keine Kranzabzeichen, sondern nur noch Kranzkarten abgegeben würden.

Das Jahresprogramm 2013 sieht das kantonale Veteranenschiessen in Nunningen vor und als spezieller Anlass das Berner Jubiläumsschiessen. Die 93. Generalversammlung findet am 16. November in Langendorf statt. Willy Gugger (Lüterswil) und Paul Seeberger (Therwil) wurden aufgrund ihrer Verdienste mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet. Heinz Hammer, Präsident des Solothurner Schiesssportverbandes (SOSV), bemerkte, dass die Grundbestimmungen für das nächste «Kantonale» 2016 genehmigt und die Ausschreibung erfolgt sei. Weitere Themenkreise seien das Ausbildungskonzept und die personellen Vakanzen, die den SOSV beschäftigten.