Digital Economy Awards 2019

Kantonales Projekt schafft es unter die Finalisten der Digital Economy Awards

Die Delegation des Vereins (von links nach rechts) : Matthieu Overney, David De Groote, Matthieu Lachat, Stéphane Schwab, William Périat.

Die Delegation des Vereins (von links nach rechts) : Matthieu Overney, David De Groote, Matthieu Lachat, Stéphane Schwab, William Périat.

Kanton Solothurn entgeht an den Digital Economy Awards der Sieg nur knapp. Als Mitglied des Vereins iGovPortal.ch engagiert sich der Kanton gemeinsam mit Freiburg und Jura für die Erstellung eines virtuellen Schalters.

Vergangenen Donnerstag haben die Vertreter des Vereins iGovPortal.ch in Anwesenheit von Bundesrat Guy Parmelin eine schöne Anerkennung für die von ihnen geleistete Arbeit im Bereich Digitale Transformation entgegennehmen dürfen. Das schreibt die Solothurner Staatskanzlei in einer aktuellen Medienmitteilung. Der Verein sei in die engere Wahl der letzten vier Finalisten gekommen. Zwar habe es ihm nicht ganz zum Preis gereicht, aber er könne mit dem guten Gefühl nach Hause fahren, es fast geschafft zu haben, wenn man dem Munkeln der Jury glauben dürfe, heisst es weiter. Diese Wahl belohne den ersten Schritt im interkantonalen Vorhaben hin zum E-Government über eine gemeinsame Plattform für den Aufbau eines virtuellen Schalters.

Gegründet wurde der Verein 2017 von den Kantonen Freiburg und Jura, 2019 kam der Kanton Solothurn dazu. Der Verein iGovPortal.ch bündelt die Kräfte, um eine leistungsstarke Organisation und eine moderne gemeinsame Plattform anbieten zu können. Dank der integrierten Basisdienste wie Online-Bezahldienst, Authentifizierungsdienst, Dokumenten-Scanning-Dienst und dem Dienst der elektronischen Signatur, die auch über das Smartphone genutzt werden können, ermöglicht die Plattform Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen eine vollständig digitalisierte Transaktionsabwicklung mit dem Staat.

Der Verein iGovPortal.ch ist für alle Schweizer Kantone offen, sein Vorteil ist, dass die Entwicklungskosten für das E-Government auf mehrere Schultern verteilt werden können. Er verfolgt keine gewinnorientierten Ziele und steht auch Städten und Gemeinden offen. Jeder Mitgliedkanton profitiert von den Investitionen und den Erfahrungen der andern und verringert damit seine eigenen Implementierungskosten dank Skaleneffekten.

Die flexible, sichere und gemeinsam genutzte Lösung steht einer Bevölkerung von mehr als einer Million Menschen zur Verfügung, dies hat die Jury des Digital Economy Award überzeugt. Indem die Jury die Lösung zu einer der vier besten Finalisten in der Kategorie «Digital Transformation» wählte, anerkennt die Jury die grosse geleistete Arbeit, die Flexibilität des Produkts und die Dynamik des Vereins. (mgt)

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