Kanton Solothurn
Kantonales Konzept gefordert: Palliative Care soll allen zur Verfügung stehen

Am Dienstag startete eine vom vom Regierungsrat eingesetzte Arbeitsgruppe mit der Erarbeitung eines Konzepts. Das Ziel: «Palliative Care-Angebote sollen allen Menschen im Kanton bedarfsgerecht und in guter Qualität zur Verfügung stehen».

Merken
Drucken
Teilen
Unter Palliative Care versteht man alle Massnahmen, die das Leiden eines unheilbar kranken Menschen lindern und ihm so eine bestmögliche Lebensqualität bis zum Ende verschaffen. (Symbolbild)

Unter Palliative Care versteht man alle Massnahmen, die das Leiden eines unheilbar kranken Menschen lindern und ihm so eine bestmögliche Lebensqualität bis zum Ende verschaffen. (Symbolbild)

KEYSTONE

Eine am Dienstag vom Regierungsrat eingesetzte Arbeitsgruppe soll bis Ende November 2018 für den Kanton ein «Konzept Palliative Care» erarbeiten. Dieses soll die nationale Strategie kantonal umsetzen. Das primäre Ziel: «Palliative Care-Angebote sollen allen Menschen im Kanton bedarfsgerecht und in guter Qualität zur Verfügung stehen», heisst es.

Weiter sollten auch Lücken sowie Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt und Umsetzungsvorschläge gemacht werden. Angesichts der knappen Kantonsfinanzen soll die Arbeitsgruppe ihre Vorschläge in einer Prioritätenliste auflisten. Der Handlungsschwerpunkt soll dabei im ambulanten Bereich liegen. Das Gremium kann bei seiner Aufgabe auf die Vorarbeiten des Vereins palliative.so aufbauen können.

Ein überparteilicher Auftrag

Mit der Einsetzung des Gremiums folgt der Regierungsrat einem überparteilichen Auftrag des Kantonsrates vom 8. November 2017. Die Arbeitsgruppe steht unter dem Vorsitz von Manuel Jungi, Leitender Arzt Kantonsspital Olten und Präsident des Vereins palliative.so. Die weiteren 14 Mitglieder vertreten Leistungserbringer wie Ärzteschaft, Pflegepersonal, Spitex, Psychologen, Seelsorgende, ebenso die Einwohnergemeinden, den Kanton sowie Verbände und Institutionen aus dem Sozial- und Gesundheitswesen. Für die Erarbeitung des kantonalen Konzeptes spricht die Regierung dem Verein palliative.so einen Betrag von 10 000 Franken aus dem Globalbudget Gesundheitsversorgung zu.

Unter Palliative Care versteht man alle Massnahmen, die das Leiden eines unheilbar kranken Menschen lindern und ihm so eine bestmögliche Lebensqualität bis zum Ende verschaffen. Die Regierung hält in ihrem Beschluss fest, dass der Schwerpunkt nicht im Spitalbereich, sondern im ambulanten Sektor liegen soll. Dort fehle eine flächendeckende Koordination von Angeboten ebenso wie eine nachhaltige Finanzierung von Diensten und Leistungen. Anzustreben seien eine kontinuierliche Sensibilisierungsarbeit in der Bevölkerung sowie die Sicherstellung geeigneter Bildungsangebote für Fachpersonen. (ums.)