Schülertransport

Kanton zahlt Extrabusse: Im Bucheggberg können wieder alle Klassen zur Schule

Mit dem Postauto in die Schule: Im Bucheggberg wird dieses Transportmodell angewandt.

Mit dem Postauto in die Schule: Im Bucheggberg wird dieses Transportmodell angewandt.

Mit einer Verordnung hat der Regierungsrat das Problem im Bucheggberg gelöst. Dort konnten ab 11. Mai nicht alle Klassen wieder zur Schule, weil im Postauto, das Kinder und Jugendliche zur Schule fährt, nicht alle Schutzmassnahmen eingehalten werden konnten.

Seit dem 11. Mai haben im Kanton die obligatorischen Schulen wieder offen, nach dem Fern- findet wieder Präsenzunterricht statt. Jetzt kommt das Aber: Für Unterricht und auch Schülertransporte gelten gewisse Richtlinien. Diese haben dazu geführt, dass der Schulbetrieb nicht überall wieder aufgenommen werden konnte. Im Bucheggberg gab es eine Sonderlösung; nicht alle Klassen durften ab 11. Mai am Präsenzunterricht teilnehmen. Für den Kindergarten, die 5. und 6. Klasse, sowie die 9. Klasse galt in der ersten Woche des wieder aufgenommenen Schulbetriebs noch Fernunterricht.

Das Problem: Der Transport mit dem öffentlichen Verkehr. Schutz- und Hygienemassnahmen könnten in den normalerweise benutzten Fahrzeugen – Schülerinnen und Schüler fahren normalerweise im Postauto – nicht eingehalten werden, hiess es von Seiten des Schulverbandes. Und: Der Einsatz von Zusatzbussen bis zu den Sommerferien würde Mehrkosten von 250'000 Franken verursachen. Von Seiten Kanton hiess es schon damals, man arbeite unter Hochdruck an einer Lösung. Diese liegt nun vor.

Wöchentlich 30'000 Franken für Extrabusse

Der Regierungsrat hat dazu eine Verordnung erlassen. Im dazugehörigen Beschluss schreibt er: «Insbesondere im Schulkreis Bucheggberg führt das Schüleraufkommen auf einzelnen Kursen des öffentlichen Verkehrs zu offensichtlichen und krassen Widersprüchen zwischen dem kantonalen Schutzkonzept und der Realität», heisst es.

Beim Schutzkonzept zum öV handle es sich zwar bloss um Empfehlungen. «Irritierend» sei es aber, wenn nach einem «sorgfältig nach den Regeln des Volksschulamtes durchgeführten Schultages 70 Schülerinnen und Schüler in einem überfüllten Bus zusammen mit anderen Passagieren nach Hause transportiert werden.»

So hat die Regierung nun die gesetzlichen Grundlagen dafür geschaffen, während der Zeit – in welcher die vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen an obligatorischen Schulen gelten – zusätzliche Schülertransporte ausserhalb der öV-Angebote zu finanzieren. Laut Bucheggberger Transportkonzept kostet das wöchentlich 30'000 Franken, die dem kantonalen Globalbudget öffentlicher Verkehr angerechnet werden.

«So bald als möglich müssen kostengünstigere Varianten des Schülertransportes erarbeitet werden», so die Regierung weiter. Diese sollen spätestens ab Schuljahr 20/21 gelten.

Somit ist das Problem im Bucheggberg gelöst; mit der Verordnung könnte der Kanton auch andere Schulkreise unterstützen. Man gehe aber davon aus, dass nur im Bucheggberg zusätzliche Transporte nötig sind. 

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