Bahnverkehr
Kanton zahlt 392'000 Franken für Doppelspurausbau im Laufental

Der Kanton Solothurn muss an die Projektierungsarbeiten für den Doppelspur-Ausbau zwischen Duggingen und Grellingen im Laufental 392'000 Franken beisteuern. Die Regierung legte am Dienstag eine entsprechende Botschaft an den Kantonsrat vor.

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Der Kanton Solothurn wird 392'000 Franken zum Doppelspurausbau im Laufental beitragen.

Der Kanton Solothurn wird 392'000 Franken zum Doppelspurausbau im Laufental beitragen.

Roland Schmid

Die Projektierung des Doppelspurausbaus kostet gesamthaft 3,5 Millionen Franken. 2,2 Millionen oder 63,1 Prozent werden vom Kanton Basel-Landschaft bezahlt. Den Kanton Basel-Stadt trifft es mit 9 Prozent oder 315'000 Franken, auf den Kanton Jura kommen 16,7 Prozent oder 585'000 Franken.

Der Anteil des Kantons Solothurn entspricht 11,2 Prozent der Gesamtsumme. Der Finanzbeschluss des Kantons Jura liegt bereits vor. Die Beschlüsse der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt folgen demnächst, wie die Solothurner Regierung in ihrer Botschaft schreibt.

Im Dezember 2015 wurde die bis dahin bestehende, direkte ICN-Verbindung Basel-Biel-Genf /Lausanne aufgehoben. Zudem besteht auf der Juralinie seither nur noch eine stündliche Verbindung über Delsberg hinaus, zwischen Laufen und Biel sowie zwischen Grenchen Nord und Basel.

Um die durchgehende Verbindung von Basel und Laufen in die Westschweiz wieder herzustellen und Biel/Grenchen Nord über Delsberg wieder halbstündlich mit Basel zu verbinden, ist vorgesehen, einen zweiten Schnellzug pro Stunde zwischen Basel und Biel einzuführen.

Damit dieser zweite Schnellzug verkehren kann, muss die Bahninfrastruktur im Laufental teilweise auf Doppelspur ausgebaut werden. Vorstudien zeigten, dass der Doppelspurausbau auf einer Länge von vier Kilometern zwischen Duggingen und Grellingen Chessiloch am dringendsten ist.

Der Doppelspurausbau kostet gesamthaft 130 Millionen Franken. Der Bau soll via den Bahninfrastrukturfonds BIF des Bundes finanziert werden .

Die Planungsregion Nordwestschweiz (AG, BL, BS, JU, SO) meldete das Projekt deshalb beim Bund für den Ausbauschritt 2030 /35 an. Welche Projekte in dessen Rahmen finanziert und realisiert werden, entscheiden die eidgenössischen Räte voraussichtlich 2019. (sda)