Regierungsrat

Kanton will ländlichen Raum fördern – und holt dafür Bundesgelder ab

Eine Frequenzsteigerung auf der Linie Solothurn-Moutier nennt Anita Panzer als möglichen Verwendungszweck der Fördergeld.

Eine Frequenzsteigerung auf der Linie Solothurn-Moutier nennt Anita Panzer als möglichen Verwendungszweck der Fördergeld.

Der Kanton ist bereit, wieder mehr Geld für die Förderung des ländlichen Raumes und der Tourismusbranche einzusetzen. Das hat die Regierung am Dienstag mitgeteilt. Konkret möchte der Regierungsrat ab 2020 wieder am Förderprogramm «Neue Regionalpolitik des Bundes» teilnehmen. Beim Programm muss der Kanton ebenso viel an die Projekte finanzieren wie der Bund. Deshalb hatte der Kanton die Teilnahme ab 2016 aus Spargründen ausgesetzt. 2012 bis 2015 dagegen hatte sich der Kanton engagiert, mit rund 350'000 Franken jährlich. Unterstützt wurde damals etwa der Aufbau der Destination Jura/Drei-Seen-Land. Finanziert wurde auch ein zinsloses Darlehen an die Seilbahn Weissenstein.

Mit dem Anliegen vorstellig geworden ist bei der Regierung die Feldbrunner Kantonsrätin Anita Panzer (FDP) mittels eines Auftrages. Es sei bedauerlich, dass der Kanton nicht mehr dabei sei, so Panzer. Denn der Bund habe nicht nur die finanziellen Mittel für das Impulsprogramm aufgestockt. Panzer erinnert auch daran, dass sich Gewerbeverband, Politik, Landwirtschaft und Vertreter ländlicher Regionen für die Teilnahme am Programm 2012 bis 2015 mit dem Ziel stark gemacht hätten, die regionale Wertschöpfung in wirtschaftlich weniger begünstigten Regionen zu erhöhen. Als mögliche Projekte nennt Panzer die Attraktivierung des Gebietes Grenchenberg-Weissenstein-Balmberg, ein Hotelprojekt im Naturpark Thal, Massnahmen gegen den Fachkräftemangel oder die Frequenzsteigerung auf der Linie Solothurn-Moutier.

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