Die Solothurner Regierung hat die von der Arbeitsgruppe «Neobioten» erarbeitete Strategie zur Eindämmung und Bekämpfung von invasiven Neophyten verabschiedet, teilte die Staatskanzlei am Dienstag mit. Die Arbeitsgruppe wurde damit beauftragt, die Umsetzung der Strategie, die Zusammenarbeit aller Akteure sowie die Information der Bevölkerung im Kanton Solothurn zu koordinieren.

Invasive Neophyten sind gebietsfremde Pflanzen, die nach 1492 n.Chr. eingeschleppt wurden und sich so rasch ausbreiten, dass sie einheimische Pflanzen verdrängen. Sie können sogar Mensch, Tier, Umwelt und Infrastruktur gefährden. Auch im Kanton Solothurn haben sich verschiedene invasive Neophyten angesiedelt.

Möglichst grosse Wirkung erhofft

Die von der Arbeitsgruppe erarbeitete Strategie gibt Bekämpfungsziele für die wichtigsten Problempflanzen vor und zeigt mögliche Massnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung auf. Die Bekämpfung von Problempflanzen soll dort gezielt erfolgen, wo z.B. Gesundheit der Bevölkerung, Artenvielfalt und Hochwasserabfluss bedroht sind.

Das Ziel der Strategie: bestehende Bemühungen zur Bekämpfung und die zur Verfügung stehenden Ressourcen effizient einsetzen und eine möglichst grosse Wirkung erzielen. Dabei werden einige Gebiete festgelegt, wo die Umsetzung von Bekämpfungsmassnahmen Priorität hat.

Mithilfe der Bevölkerung ist gefragt

Die Bevölkerung wird aufgerufen, Fundorte von Neophyten zu melden. Dies soll einen besseren Überblick über die Ausbreitung ermöglichen. Von der Website www.neobiota.so.ch kann ein eigens dafür gestaltetes Erhebungsformular heruntergeladen werden.

Die Website bietet zudem ergänzende Informationen, Merkblätter, den Flyer „Exoten im Garten - Was tun?", die „Praxishilfe Neophyten" und weitere Links zum Thema an. (mgt/ldu)