Untersuchungsgefängnisse
Kanton visiert ein neues, zentrales Gefängnis in Flumenthal an

Der Schachen in Flumenthal soll zur zentralen Gefängnis-Hochburg im Kanton Solothurn werden: So lässt sich die Strategie für die Untersuchungsgefängnisse (UG) zusammenfassen, welche die Regierung am Dienstag gutgeheissen hat.

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Das Untersuchungsgefängnis soll wie die Justizvollzugsanstalt im Schachen gebaut werden - auf Flumenthaler Boden.

Das Untersuchungsgefängnis soll wie die Justizvollzugsanstalt im Schachen gebaut werden - auf Flumenthaler Boden.

Peter Brotschi

Grundlage der neuen «UG-Strategie» ist eine Machbarkeitsstudie, die von einer Arbeitsgruppe unter Leitung des Amts für Justizvollzug mit Vertretungen der Staatsanwaltschaft, der Kantonspolizei, des Haftgerichts, der Jugendanwaltschaft, des Amts für Finanzen, des Amts für öffentliche Sicherheit und des Hochbauamts erarbeitet wurde.

Die Arbeitsgruppe prüfte 14 mögliche Standorte und kam zum Schluss, dass die Variante eines zentralen Untersuchungsgefängnisses am Standort Schachen in Flumenthal – direkt benachbart zur neuen Justizvollzugsanstalt Schachen – «mit Abstand die betrieblich und wirtschaftlich beste Lösung darstellt». Ebenfalls geprüft worden war die dezentrale Variante eines UG mit einer Zweigstelle im anderen Kantonsteil.

Wie Thomas Fritschi, Chef des Amts für Justizvollzug, auf Anfrage erklärte, würden in beiden heutigen UG in Olten (Kleinholz) und Solothurn (Schöngrün) in den nächsten 10 bis 15 Jahren grössere bauliche Investitionen anstehen. Stattdessen visiert der Kanton nun einen zentralen Neubau in Flumenthal an.

Wann genau dieser in Angriff genommen werden könne, hänge von den finanziellen Möglichkeiten des Kantons ab, sagte Fritschi. Vorerst hat der Regierungsrat das Hochbauamt beauftragt, den Neubau mit einem geeigneten Qualitätsverfahren zu konkretisieren und die Kosten dieses Verfahrens in der Mehrjahresplanung Hochbau 2015 bis 2018 zu berücksichtigen.

Bis der Neubau zur Verfügung steht, würden die für die Sicherheit nötigen Investitionen in den UG Olten und Solothurn weiterhin getätigt, unterstrich Fritschi. (cva)