Schiene
Kanton vermisst beim Gütertransport-Konzept eine nationale Logistikpolitik

Der Regierungsrat begrüsst grundsätzlich das vom Bund erstellte Konzept für den Gütertransport auf der Schiene. Er bemängelt aber, dass dem Konzept der Bezug zu einer verkehrsträgerübergreifenden Logistikpolitik fehlt.

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Das neue Konzept soll helfen, den Erhalt und die Entwicklung bestehender Anlagen und die Realisierung neuer Anlagen planerisch zu optimieren.

Das neue Konzept soll helfen, den Erhalt und die Entwicklung bestehender Anlagen und die Realisierung neuer Anlagen planerisch zu optimieren.

Raphael Hünerfauth

Das Konzept für den Gütertransport auf der Schiene soll die Planung von Anlagen des Schienengüterverkehrs – wie zum Beispiel Rangierbahnhöfe, Terminals und Anschlussgleise – langfristig ausrichten. Es schafft kein neues Recht und keine neuen Kompetenzen. Es hilft aber, den Erhalt und die Entwicklung bestehender Anlagen und die Realisierung neuer Anlagen planerisch zu optimieren. Aus Sicht des Regierungsrates ist es richtig und wichtig, dass die Anlagen und Standorte kantonsübergreifend geplant werden.

Der Regierungsrat bemängelt aber, dass dem Konzept der Bezug zu einer verkehrsträgerübergreifenden Logistikpolitik des Bundes, welche den technologischen Wandel der Logistikbranche berücksichtigt, fehlt. Auch vermisst er eine vorausschauende Planung potenzieller, zukünftiger Standorte für ein zuverlässiges Güterverkehrssystem.

Der Kanton Solothurn ist vom Güterverkehr stark betroffen. Die verkehrstechnisch sehr gute Lage hat dazu geführt, dass sich zahlreiche Transport- und Logistikdienstleister hier angesiedelt haben. Grundsätzlich ist der Regierungsrat der Ansicht, dass ein zuverlässiger Gütertransport auf der Schiene dem Logistikstandort Solothurn helfen wird, seine Wettbewerbsvorteile zu erhalten. (sks)