Kantonsrat
Kanton übernimmt Kosten für Sanierung der Schang-Hutter-Skulptur

Die 22 Meter hohe Skulptur von Schang Hutter bei der Kanti Solothurn wird definitiv saniert – und definitiv vom Kanton bezahlt.

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Die Skulptur von Schang Hutter bei der Kantonsschule

Die Skulptur von Schang Hutter bei der Kantonsschule

Hanspeter Bärtschi

Der Kantonsrat hat am Dienstag deutlich mit 72 zu 19 Stimmen einen Auftrag von Roberto Conti (SVP, Solothurn) abgelehnt. Dieser verlangte, dass die Plastik nicht mit Staatsgeldern berappt werden solle. Die Finanzierung soll vielmehr interessierten Privatpersonen überlassen werden.

Der Kanton müsse dringend sparen, sagte Conti. Immerhin seien die veranschlagten Restaurationskosten von 75 000 Franken kein Pappenstiel. Conti kämpfte vergeblich. Nicht nur die Bildungs- und Kulturkommission, sondern auch alle Fraktionen ohne SVP lehnten sein Ansinnen ab. Es sei Aufgabe des Staates, Kultur zu unterstützen mit der Pflicht, die Objekte auch zu erhalten, sagte etwa Marie-Theres Widmer (CVP, Steinhof) für die Mitte-Fraktion.

Während Verena Meyer (FDP, Mühledorf) die Idee von Conti als «befremdend» einstufte, sprach Daniel Urech (Grüne, Dornach) von «einer schrägen Forderung». «Kultur ist etwas wert und es wäre widersinnig, diese verfallen zu lassen». Bildungsdirektor Remo Ankli wehrte sich nicht gegen Privatförderung.

Aber der Kanton habe seinerzeit die Skulptur «bestellt» und müsse jetzt auch für die Sanierung sorgen. Keine Antwort gab er auf die Behauptung von Conti, der Betrag von 75 000 Franken sei weder im Budget 2016 noch in der Finanzplanung enthalten: «Entweder ist der Kredit falsch verbucht, vergessen gegangen oder die Restauration wird doch zurückgestellt.» (FS)

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