Coronavirus
Kanton Solothurn zieht bei Maskenpflicht die Schrauben an – drei Klassen momentan in Quarantäne

Ab heute Montag gelten an den Kantons- und Berufsschulen im Kanton Solothurn strengere Regeln. Die ausgedehnte Maskenpflicht beinhaltet, dass auch auf dem Schulhausplatz eine Maske getragen werden muss, sobald der Abstand von 1,5 Metern nicht mehr eingehalten werden kann.

Rebekka Balzarini
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Wegen den erneut steigenden Fallzahlen gilt an den Kantons- und Berufsschulen im Kanton Solothurn eine Maskenpflicht.

Wegen den erneut steigenden Fallzahlen gilt an den Kantons- und Berufsschulen im Kanton Solothurn eine Maskenpflicht.

Rupert Oberhäuser / www.imago-images.de

Eine Woche nach Schulstart zieht der Kanton Solothurn die Schrauben an: Eine punktuelle Maskentragepflicht an den Kantons- und Berufsschulen reicht offensichtlich nicht aus, die Maskentragepflicht wird ausgedehnt. Das gab der Kanton am späten Samstagnachmittag bekannt. Grund dafür ist die veränderte epidemiologische Lage seit vergangenem Montag – an der Kantonsschule in Olten wurden eine Lehrperson und eine Schülerin positiv auf Covid-19 getestet, am BBZ Olten eine weitere Person.

Ab heute Montag gelten an den Kantons- und Berufsschulen deshalb strengere Regeln. Die Schülerinnen und Schüler, die Lehrpersonen und alle anderen Angestellten müssen neu im Schulhaus eine Maske tragen. Ablegen dürfen sie die Schutzmaske nur dann, wenn in einer «festen Situation 1,5 Meter Abstand eingehalten werden können», so der Kanton in seiner Mitteilung am Samstag.

Also zum Beispiel dann, wenn sich die Schülerinnen und Schüler in einem grossen Schulzimmer gut verteilen können. Auch auf dem Schulhausplatz muss die Maske getragen werden, sobald der Abstand von 1,5 Metern nicht mehr eingehalten wird. Die Regel gilt auch für die Schülerinnen und Schüler der Sek P, welche die Kantonsschule besuchen.

Drei Klassen sind derzeit in Quarantäne

Ob die beiden Fälle an der Kantonsschule in Olten zusammenhängen, kann Stefan Ruchti, der Vorsteher des Amts für Berufsbildung, Mittel- und Hochschulen, nicht mit Sicherheit sagen. «Eine Schülerin war am ersten Schultag in der Klasse bei der Begrüssung durch die Lehrperson. Das Schutzkonzept und die Vorgaben wurden eingehalten. Ob es dennoch am ersten Tag zur Ansteckung gekommen ist, kann weder bestätigt noch verneint werden», so Ruchti.

Als Konsequenz der Ansteckungen müssen drei Klassen vorsichtshalber in Quarantäne, sie lernen vorübergehend im Fernunterricht. Betroffen sind 57 Schülerinnen und Schüler. Ab dem 24. August können sie wieder am Präsenzunterricht in der Kantonsschule teilnehmen.

«Halbklassen- und Fernunterricht wären die weiteren Szenarien.» - Stefan Ruchti Vorsteher Amt für Berufsbildung, Mittel- und Hochschulen.

«Halbklassen- und Fernunterricht wären die weiteren Szenarien.» - Stefan Ruchti Vorsteher Amt für Berufsbildung, Mittel- und Hochschulen.

Zur Verfügung gestellt

Am BBZ in Olten war dieser Schritt noch nicht notwendig, dort mussten sich lediglich zwei Personen in Quarantäne begeben. Mit diesem Schritt wolle man vermeiden, dass später drastischere Massnahmen notwendig werden, erklärt Ruchti. «Es geht in erster Linie darum, weitere Klassen-, Teilschul- oder Schulschliessungen zu verhindern.»

Auch weitere Massnahmen sind möglich

Sollte es trotzdem zu weiteren Ansteckungen kommen, wären weitere Massnahmen möglich: «Halbklassenunterricht und Fernunterricht wären die weiteren Szenarien. Darauf sind die Schulen vorbereitet und das könnte in nützlicher Frist umgesetzt werden, mit dem Ziel, nach einer möglichst kurzen Schliessung erneut zu öffnen.»

Bis diese weiteren Massnahmen nötig sind, setzen die Schulen aber weiter auf die Eigenverantwortung. «Die Schülerinnen und Schüler sind bereits sensibilisiert, viele reisen mit dem öffentlichen Verkehr an und sind es sich gewohnt, eine Maske zu tragen», so Ruchti. «Mit der Maskenpflicht im Gebäude wird diese Sensibilität noch zunehmen», vermutet der Amtsleiter. An den Schulen sei die punktuelle Maskenpflicht in der vergangenen Woche jedenfalls gut eingehalten worden.

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