Kanton Solothurn
«Von viel kommt viel»: Lernende mit hohen Abschlussnoten werden geehrt

Kanton und Wirtschaftsverbände würdigten 44 Lernende, die mit einem Notendurchschnitt von 5,5 oder besser abgeschlossen haben.

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Sie schlossen ihre Berufslehre mit 5,5 oder besser ab und wurden im Von-Vigier-Sommerhaus in Solothurn gebührend geehrt.

Sie schlossen ihre Berufslehre mit 5,5 oder besser ab und wurden im Von-Vigier-Sommerhaus in Solothurn gebührend geehrt.

Thomas Ulrich

Nach einem Jahr Unterbruch haben der Kanton Solothurn und die Wirtschaftsverbände die besten Lernenden des Jahres 2021 zu einer Würdigung ins Sommerhaus de Vigier eingeladen. 44 Lernende schlossen heuer mit der Durchschnittsnote 5,5 oder besser ab. Am gleichen Anlass wird seit 2013 jeweils auch ein Lehrbetrieb aus dem Kanton zum Lehrbetrieb des Jahres ausgezeichnet.

Rund 150 Gäste, darunter Bildungsdirektor Remo Ankli, fanden sich zur Feier ein. In einem Grusswort wandte sich Lukas Koller, stellvertretender Geschäftsführer der Suteria Chocolata AG und früherer 5-Kampf-Spitzensportler, an die anwesenden Jugendlichen. Er stellt fest, Begriffe wie «Talent», «Mut», «Fleiss», ein «gutes Umfeld», «Glück», «Gesundheit» und «Bescheidenheit» haben dazu beigetragen, dass er heutzutage mit 38 Jahren Mitinhaber eines Betriebes mit 100 Mitarbeitenden ist. Er rief dazu auf, das Glück zu packen, denn das Talent, es zu etwas zu bringen, hätten alle hier anwesenden jungen Leute. Er empfahl dabei aber auch stets fleissig, selbstkritisch und dankbar zu bleiben.

Regierungsrat Ankli erinnerte die Lehrabgänger daran, dass es ein Sprichwort gebe, das für alle Anwesenden Gültigkeit habe: «Ohne Fleiss kein Preis»– oder: «Vo nüt chunnt nüt.» Ankli erinnerte die Anwesenden, dass herausragende Leistungen stets das Resultat eines erfolgreichen Zusammenspiels von Perso-nen, Prozessen und Institutionen seien. Er dachte dabei konkret an die enge Verbindung von praktischer Ausbildung im Lehrbetrieb, den überbetrieblichen Kursen der Berufsverbände sowie mit dem praxisbezogenen und allgemeinbildenden Unterricht an den Berufsfachschulen.

Wolfgang Heutschi, Vizepräsident der W.A. de Vigier Stiftung, zeigte anhand des Lebenslaufes von W.A. de Vigier, dass der Anlass genau am richtigen Ort stattfinde: William A. de Vigier habe seine berufliche Karriere mit einer Lehre in der Firma von Roll in Gerlafingen begonnen. Von dort aus habe er sich auf den Weg gemacht, die Welt zu erkunden und seine innovativen Ideen umzusetzen.

175 Lernende schlossen 2021 ihre Lehre mit einer Note 5,3 oder besser ab. 44 Lernende, die 30 Berufe repräsentierten, beendeten die berufliche Grundbildung mit einer Note 5,5 und besser. Sechs Lernende mit der Note 5,7 wurden zusätzlich ausgezeichnet. An der Spitze, mit der Note 5,8, Anna-Lena Keller, Fachfrau Bewegungs- und Gesundheitsförderung EFZ (Lehre bei Physio in Fit GmbH, Zuchwil) und mit der Note 5,9, Guntram Wilhof, Fachmann Betreuung EFZ Fachrichtung Behindertenbetreuung (Lehrbetrieb: Rodania Stiftung für Schwerbehinderte, Grenchen).

Solothurner Spitäler AG Lehrbetrieb des Jahres 2021

Die Projektgruppe 5,3+ vergibt 2021 die Auszeichnung «Lehrbetrieb des Jahres» bereits zum 7. Mal. Diesmal an die Solothurner Spitäler AG, soH. Dies im Bewusstsein, dass unzählige Lehrbetriebe im Kanton eine ausgezeichnete Ausbildung anbieten. Die Auszeichnung solle denn auch stellvertretend für alle anderen Lehrbetriebe verliehen werden, wie betont wurde. Denn alle Betriebe, die nach bestem Wissen und Gewissen junge Nachwuchskräfte ausbilden, würden Dank und Anerkennung verdienen.

In seiner Laudatio würdigte Georg Berger, Direktor des BBZ Ost, die fünf Kriterien, die für die Auszeichnung ausschlaggebend sind: besonders erfolgreiche Lehrabschluss-Absolvierende, besonderes Engagement für die Berufsbildung, besonderes soziales Engagement, hoher Anteil Berufslernende am Personalbestand und innovative Elemente in der Berufsbildung. Die soH erfülle all diese Elemente ohne Wenn und Aber. Zudem bildeten die soH und ihre Vorgängerinstitutionen ihren Nachwuchs seit über 150 Jahren selber aus, das sei vorbildlich und verdiene Respekt. (szr/mgt)

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