Vereinbarung beendet

Kanton Solothurn schafft 2021 eine eigene Beratungsstelle Opferhilfe

Mit einer Opferhilfe im Kanton soll der Zugang niederschwelliger sein. (Themenbild)

Mit einer Opferhilfe im Kanton soll der Zugang niederschwelliger sein. (Themenbild)

Der Kanton Solothurn hat entschieden, die Leistungsvereinbarung zur Beratungsstelle Opferhilfe Aargau Solothurn nur um ein Jahr zu verlängern. Mit dem Betrieb einer eigenen Beratungsstelle ab Mitte 2021 will er die Unterstützung von Opfern und ihren Angehörigen stärken.

Die Beratungsstelle Opferhilfe Aargau Solothurn besteht seit 2011 als unabhängige Stelle innerhalb der Verwaltung des Kantons Aargau. Die Zusammenarbeit in den letzten Jahren sei «gut und konstruktiv» gewesen, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei Solothurn.

Doch bald läuft diese Zusammenarbeit aus: Die aktuelle Leistungsvereinbarung des Kantons Solothurns mit dem Kanton Aargau läuft bis am 31. Dezember 2020. Beide Kantone planen, die Vereinbarung nur noch für das Jahr 2021 zu verlängern. Dabei sollen die Aufgaben schrittweise an den Kanton Solothurn übergehen.

Gemäss Schweizer Opferhilfegesetzgebung sind die Kantone verpflichtet, eine fachlich selbstständige öffentliche oder private Beratungsstelle zur Verfügung zu stellen. Der Kanton Solothurn initiiert per 1. Juli 2021 eine neue, eigene Beratungsstelle Opferhilfe. «Sie soll die Opferhilfe im Kanton Solothurn einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen und für die Thematik sensibilisieren», schreibt der Kanton. 

Dadurch verspreche sich der Regierungsrat eine wesentliche Aufwertung der Unterstützung von Opfern und Angehörigen. Ausserdem sei eine lokal vernetzte Beratungsstelle vor Ort niederschwelliger zugänglich und besser in das strategische Gefüge des Kantons eingegliedert.

Der Regierungsrat des Kantons Aargau entscheidet im Laufe dieses Herbsts über die Verlängerung der bestehenden Leistungsvereinbarung um ein Jahr bis Ende 2021. (sks)

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