Kanton Solothurn
Regierungsrat stellt Digitalisierung in den Fokus der Standortstrategie 2030

Der Regierungsrat hat die «Standortstrategie 2030 für den Kanton Solothurn» überarbeitet. Vision und Handlungsfelder bleiben gleich, jedoch schälen sich einzelne Schwerpunkte heraus. So haben etwa die Digitalisierung und die damit verbundenen Herausforderungen noch stärker an Bedeutung gewonnen.

Drucken
Teilen
Gerade die Corona-Pandemie mit Auswirkungen wie Homeoffice zeigte dem Solothurner Regierungsrat, wie wichtig die Digitalisierung auch in Zukunft sein wird (Symbolbild).

Gerade die Corona-Pandemie mit Auswirkungen wie Homeoffice zeigte dem Solothurner Regierungsrat, wie wichtig die Digitalisierung auch in Zukunft sein wird (Symbolbild).

Gaetan Bally / KEYSTONE

Die erstmalige Evaluierung der «Standortstrategie 2030 für den Kanton Solothurn» zeigt klar: Bestehende Vorteile des Standortes Kanton Solothurn zu wahren und zu optimieren, bestehende Nachteile und Schwächen abzubauen sowie die Rahmenbedingungen des Kantons Solothurn als Lebens-, Wohn- und Arbeitsstandort zu attraktivieren, bleibt auch angesichts der wirtschaftlich turbulenten letzten Monate das ganz grosse Ziel.

Akzente gesetzt: Digitalisierung rückt in Fokus

Dennoch hat der Regierungsrat im Rahmen der Überarbeitung der Standortstrategie einzelne Akzente gesetzt. Beispielsweise aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie: So hat etwa die Digitalisierung in den letzten Monaten einen massiven Entwicklungsschritt gemacht. Home Office, Videokonferenzen, Fernunterricht oder auch die Online-Abwicklung verschiedener Dienstleistungen haben sich etabliert. Im Zuge dieser Entwicklungen soll die Dateninfrastruktur für die betriebliche und private Nutzung verbessert und damit der digitale Wandel gestärkt werden.

Die Corona-Pandemie und die zeitweilige Umstellung der Schulen auf Fernunterricht haben zudem eindrücklich gezeigt, wie wichtig die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist und wie stark die Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern davon abhängt. Der Solothurner Regierungsrat hat daher die Verbesserung der Chancengleichheit explizit in die Leitsätze aufgenommen.

Die «Neue Regionalpolitik des Bundes» (NRP) erfährt durch die überarbeitete Standortstrategie eine Stärkung. Sie ist das wichtigste Instrument von Bund und Kanton zur Förderung der regionalwirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere des ländlichen Raumes. Die NRP soll langfristig dazu genutzt werden, die Rahmenbedingungen des Wirtschaftsstandortes Kanton Solothurn zu verbessern oder auch Projekte aus dem Tourismus, der unter der Corona-Pandemie besonders gelitten hat, zu unterstützen. (sks)

Aktuelle Nachrichten