Der Kanton Solothurn wird auch ein drittes Mal Resettlement-Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten aufnehmen. Denn Anfang Dezember hat der Bundesrat beschlossen, das Kontingent für die Aufnahme von anerkannten und besonders verletzlichen Flüchtlingen zu erweitern. Im Laufe der nächsten zwei Jahre soll daher weiteren 2000 Menschen aus Syrien ein Neuanfang in der Schweiz ermöglicht werden.

Zum Zeitpunkt der Einreise und Anzahl der Personen, die im Kanton Solothurn untergebracht werden sollen, sowie über deren Betreuung herrscht noch Unklarheit. Das Amt für soziale Sicherheit befindet sich laut der zuständigen Mitarbeiterin Anne Birk zurzeit in Gesprächen mit dem Staatssekretariat für Migration (SEM).

Bereits 2013 und 2015 hat Solothurn als erster Kanton im Rahmen eines Pilotprojekts des Bundes jeweils rund 30 Flüchtlinge aufgenommen. Insgesamt hatten acht Kantone am Programm teilgenommen. Das Pilotprojekt wird nun abgelöst von einem neuen Programm. Die Idee dahinter ist dieselbe, jedoch optimiert. Das Projekt läuft in Zusammenarbeit mit dem UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR).

Die Flüchtlinge wurden während ihrer Eingliederung in die Schweiz in ihrem Alltag individuell von Coachs begleitet. Die Betreuung der ersten beiden Flüchtlingsgruppen, die in den Kanton Solothurn umgesiedelt wurden, ist bereits in den normalen Sozialdienst übergelaufen. Ende dieses Jahres gilt das auch für die zweite Flüchtlingsgruppe im Kanton.