Bundesgericht
Kanton Solothurn muss zwei türkische Mädchen vorläufig nicht einbürgern

Ein eingebürgerter Türke möchte seine beiden Mädchen einbürgern lassen. Diese waren jedoch noch nie in der Schweiz. Der Kanton Solothurn muss den beiden vorläufig keinen roten Pass ausstellen. Das Bundesgericht erteilte eine aufschiebende Wirkung.

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Zwei türkische Mädchen müssen vorläufig nicht eingebürgert werden. (Symbolbild)

Zwei türkische Mädchen müssen vorläufig nicht eingebürgert werden. (Symbolbild)

Solothurner Zeitung

Kanton Solothurn muss zwei türkische Mädchen vorläufig nicht einbürgern. Das Bundesgericht erteilt eine sogenannte aufschiebende Wirkung für eine Beschwerde des Kantons. Die Medienstelle bestätigt eine entsprechende Meldung des Regionaljournals Aargau/Solothurn.

Mädchen waren noch nie in der Schweiz

Der Kanton Solothurn wehrte sich in Lausanne gegen einen Entscheid des Bundesamtes für Migration, welches ein Einbürgerungsgesuch der beiden Mädchen guthiess. Jedoch waren die Mädchen bisher noch nie in der Schweiz. Lediglich ihr Vater mit türkischem Migrationshintergrund besitzt den Schweizer Pass.

Das Bundesverwaltungsgericht hatte in erster Instanz die Beschwerde des Kantons abgewiesen, der das Vorgehen des Vaters als «hochgradig missbräuchlich» bezeichnet hatte. Die Abteilung Bürgerrecht des kantonalen Volkswirtschaftdepartementes zog den Entscheid weiter an das Bundesgericht (wir berichteten). Ein definitiver Entscheid ist noch ausstehend. (mru)

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