Coronavirus

Kanton Solothurn führt Sperrstunde ein – nur noch 300 Personen in Clubs erlaubt

In Solothurner Bars gilt ab Donnerstag jeweils in der Nacht auf Samstag und Sonntag eine Sperrstunde. (Symbolbild)

In Solothurner Bars gilt ab Donnerstag jeweils in der Nacht auf Samstag und Sonntag eine Sperrstunde. (Symbolbild)

Die Solothurner Regierung ist froh, dass der Bundesrat schweizweite Massnahmen verordnet hat. Sie füllt nun aber noch Lücken: Im Kanton Solothurn gilt ab Donnerstag unter anderem eine Sperrstunde in Bars und Clubs.

Die Regierung war informiert, welche Massnahmen der Bundesrat am Sonntag gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus ergreift. Dazu gehört auch die Maskenpflicht in Läden, die im Kanton Solothurn schon seit September gilt.

Der Kanton füllt nun noch Lücken und hat die erweiterten Massnahmen in einer Notverordnung festgehalten. Diese tritt am 22.Oktober 2020 in Kraft und gilt bis am 31.Januar 2021.

Und das sind die Massnahmen:

  • Beschränkung auf 300 gleichzeitig anwesende Personen in Clubs
  • Sperrstunde in Bars und Club  am Freitag und Samstag zwischen 1 und 6 Uhr
  • Sämtliche Restaurants, Clubs und Bars sind verpflichtet, die Kontaktdaten zu erheben und bei Bedarf in elektronischer Form verfügbar zu machen.
  • Beschränkung auf 50 Personen bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann und keine Schutzmassnahmen ergriffen werden
  • Weiterhin müssen Bars und Restaurants Kontaktdaten ihrer Gäste erheben und diese bei Bedarf in elektronischer Form weiterreichen.
Susanne Schaffner zu den erweiterten Massnahmen im Kanton Solothurn: «Wir füllen Lücken»

Susanne Schaffner zu den erweiterten Massnahmen im Kanton Solothurn: «Wir füllen Lücken»

Grosse Zurückhaltung bei Grossveranstaltungen

Man werde Bewilligungen für Grossveranstaltungen nur noch mit grösster Zurückhaltung erteilen, hiess es in der Medienkonferenz vom Mittwoch. Punkto Obergrenze hat die Regierung noch keinen Entscheid getroffen.

Die Kantone Bern und die beiden Basel führen eine 1000er-Grenze ein. Wenn sich die Regierung gleich entscheidet, könnte dem EHC Olten seine Bewilligung für die Spiele mit mehr als 1000 Zuschauer entzogen werden.

«Es geht jetzt darum, ob wir dem EHC Olten weiterhin eine Bewilligung erteilen wollen»: Regierungsrätin Susanne Schaffner zu Grossveranstaltungen

«Es geht jetzt darum, ob wir dem EHC Olten weiterhin eine Bewilligung erteilen wollen»

Masken für Erwachsene an Schulen

Neu müssen zudem alle erwachsenen Personen, die an einer Schule tätig sind, in Innenräumen des Schulhauses eine Maske tragen, wenn sie die Distanzregeln über einen längeren Zeitraum nicht einhalten können. Diese Neuerung tritt am kommenden Montag in Kraft.

«Die Lage ist kritisch»

Zur aktuellen Lage: Der Kanton meldete am Mittwoch 1395 bestätigte Fälle. Das sind 65 mehr als am Dienstag. 12 Personen befinden sich im Spital. Drei werden auf der Intensivstation betreut, zwei Personen müssen beatmet werden.

«Die Lage ist kritisch», sagt Kantonsarzt Lukas Fenner. Die momentan diskutierten Mini-Lockdown müssten seiner Meinung nach vom Bund und nicht von den Kantonen verordnet werden.

Der Solothurner Kantonsarzt Lukas Fenner zur aktuellen Lage: «Wir haben die kritische Schwelle erreicht»

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 (ldu/sda)

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