Kanton Solothurn
Ethanol gehört ins Pflichtlager des Bundes – Regierungsrat will wissen, warum Lager zuvor überhaupt aufgelöst wurde

Der Bundesrat will Ethanol wieder in das Pflichtlager der lebenswichtigen Güter aufnehmen. Die Corona Pandemie und der damit verbundene hohe Bedarf an Desinfektionsmitteln zeigte auf, wie wichtig ein entsprechender Vorrat für unser Land ist. Der Regierungsrat begrüsst diesen Schritt.

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Brennereikolonne zur Herstellung von Ethanol (Symbolbild).

Brennereikolonne zur Herstellung von Ethanol (Symbolbild).

zvg

Der Regierungsrat Solothurn erklärt die aktuelle Ausgangslage des Bundes: Ethanol gehöre zu den lebenswichtigen Gütern der wirtschaftlichen Landesversorgung: Insbesondere zur Herstellung von Desinfektionsmitteln sei Ethanol unentbehrlich. Bis Ende 2018 unterhielt der Bund ein entsprechendes Lager, um den Bedarf für rund drei Monate sicherzustellen, dieses wurde danach aufgehoben. Die Corona Pandemie und der damit verbundene hohe Bedarf an Desinfektionsmitteln zeigte jedoch auf, wie wichtig ein Vorrat an Ethanol für unser Land sei. Mit der vorliegenden Verordnung des Bundes soll die Pflichtlagerhaltung für Ethanol deshalb wieder eingeführt werden.

Der Regierungsrat des Kantons Solothurn begrüsst die vorliegende Verordnung. Gleichzeitig fragt er das federführende Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung an, wieso diese Pflichtlagerhaltung vor knapp drei Jahren überhaupt aufgehoben wurde. Dies vor dem Hintergrund, dass der Bund laut Verfassung verpflichtet ist, die Versorgung des Landes mit lebenswichtigen Gütern und Dienstleistungen sicherzustellen. (sks)