Kanton Solothurn
Dem Solothurner Wald soll auch in Zukunft Sorge getragen werden

Der Regierungsrat hat die forstpolitischen Grundsätze für die nächsten Jahre neu definiert. Die Solothurner Waldfläche soll im heutigen Umfang erhalten bleiben. Die Forstbetriebe will der Kanton unter anderem auch über die Förderung von Holz als Baustoff unterstützen.

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Zum Wald muss Sorge getragen werden.

Zum Wald muss Sorge getragen werden.

Patrick Lüthy

Die heissen und trockenen Somer auf der einen und schwere Sturmschäden auf der anderen Seite haben dem Solothurner Wald und den Forstbetrieben in letzter Zeit massiv zugesetzt. Nachdem das Waldgesetz vorsieht, dass periodisch forstpolitische Ziele zur Entwicklung des Waldes formuliert werden, sei nun der richtige Zeitpunkt, neue Schwerpunkte zu setzen, fand der Regierungsrat. Er hat zwölf Grundsätze verabschiedet, mit denen die Stossrichtungen und Schwerpunkte der kantonalen Waldpolitik für das nächste Jahrzehnt skizziert werden.

Diese reichen vom Umgang mit dem Klimawandel über neue Herausforderungen im Bereich Freizeit und Erholung bis hin zur Frage, wie man sich am besten gegen verstärkt auftretende Naturgefahren wappnen kann. Zuoberst steht: Die Waldfläche soll weiterhin konstant bleiben. Besonders in den dicht besiedelten und intensiv genutzten Gebieten will der Kanton auf die Erhaltung der Wälder als prägendes Landschaftselement, wichtige Naherholungsgebiete und wertvolle Elemente der ökologischen Infrastruktur achten.

Holz als Baustoff stärker fördern

Der Wald und dessen Nutzung sind bereits heute stark vom Klimawandel betroffen. Es sei absehbar, dass die von der Gesellschaft erwarteten Waldleistungen aufgrund des Ausmasses und insbesondere der Geschwindigkeit des Klimawandels nicht ohne Steuerung durch den Menschen sichergestellt werden können, heisst es in den Grundsätzen. Um die Stabilität und Anpassungsfähigkeit des Waldes zu erhalten und zu fördern, unterstützt der Kanton die Waldeigentümer beratend und finanziell. Im Rahmen des bestehenden Förderprogramms Wald werden die spezifischen Beiträge zur Anpassung des Waldes erhöht.

Weiter bekennt sich der Kanton dazu, darauf hinzuwirken, dass für Bauten und Anlagen im Kanton Solothurn vermehrt Holz verwendet wird. Genannt werden hier Vorschriften für Ausschreibungsverfahren bei kantonalen Projekten oder eine stärkere Lenkung mittels Planungsinstrumenten. Mit der Bewirtschaftung des Waldes erbringen die Waldeigentümer viele Leistungen, die der Allgemeinheit zu Gute kommen, deren Finanzierung aber oft schwierig ist. Der Regierungsrat will deshalb zusammen mit den relevanten Akteuren (Einwohner- und Bürgergemeinden) das aktuelle Finanzierungsmodell (Waldfünfliber) überprüfen und es «den veränderten Rahmenbedingungen soweit nötig anpassen.

Die 12 Grundsätze im Überblick finden Sie hier:

Waldpolitische Grundsätze..pdf