Solothurn
Kanton soll Doppelspurausbau im Laufental vorfinanzieren

Um die durchgehende Verbindung vom Laufental in die Westschweiz wieder herzustellen und Grenchen Nord wieder halbstündlich mit Basel zu verbinden braucht es einen Doppelspurausbau. Die kantonsrätliche Umwelt-, Bau- und Wirtschaftskommission (UMBAWIKO) stimmt einem entsprechenden Kredit einstimmig zu.

Drucken
Teilen
Das UMBAWIKO hat einem Verpflichtungskredit zugestimmt, damit die Doppelspur im Laufental vofinanziert werden kann.

Das UMBAWIKO hat einem Verpflichtungskredit zugestimmt, damit die Doppelspur im Laufental vofinanziert werden kann.

Hanspeter Bärtschi

Im Dezember 2015 wurde die bis dahin bestehende, direkte ICN-Verbindung Basel-Biel-Genf/Lausanne aufgehoben. Zudem besteht auf der Juralinie seither nur noch eine stündliche Verbindung über Delémont hinaus, beispielsweise zwischen Laufen und Biel sowie zwischen Grenchen Nord und Basel.

Um die durchgehende Verbindung von Basel und Laufen in die Westschweiz wieder herzustellen und (Biel -) Grenchen Nord über Delémont wieder halbstündlich mit Basel zu verbinden, ist vorgesehen, einen zweiten Schnellzug pro Stunde zwischen Basel und Biel einzuführen.

Die Einführung des zweiten Schnellzuges bedingt jedoch einen Doppelspurausbau auf der Strecke Duggingen-Grellingen Chessiloch. Diese Infrastrukturmassnahme wird im Rahmen des FABI/STEP Ausbauschrittes 2020 vom Bund finanziert, sofern sie Aufnahme in das Ausbaupaket findet.

Darüber entscheiden wird das Bundesparlament im Jahr 2019. Es wird von einer Bauzeit von rund 30 Monaten ausgegangen.

Vorwärts machen und vorfinanzieren

Die Regierungen der Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Solothurn und Jura setzen sich für eine frühere Realisierung des Doppelspurausbaus ein, sie wollen das Projekt vorfinanzieren.

Die heute schlechten Verbindungen aus dem Laufental und Schwarzbubenland, insbesondere in Richtung Lausanne, sollen möglichst rasch wieder verbessert, das Angebot zwischen Basel und Laufen erweitert und die halbstündlichen Verbindungen zwischen (Biel -) Grenchen und Basel wieder eingeführt werden. Zudem ist der Doppelspurausbau im Laufental die Voraussetzung für die Einführung eines halbstündlichen verkehrenden Schnellzugs zwischen Biel-Laufen und Basel.

Im Rahmen der Vorfinanzierung übernehmen die Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Jura und Solothurn die Kosten für das Bauprojekt. Diese sind mit rund 2,9 Millionen Franken veranschlagt. Der Anteil des Kantons Solothurn beträgt 392‘000 Franken.

Die Die kantonsrätliche Umwelt-, Bau- und Wirtschaftskommission hat diesem Verpflichtungskredit einstimmig zugestimmt. (sks)

Aktuelle Nachrichten