Der Kanton Solothurn krebst angesichts des grossen Wirbels um das Catering, das die Asylsuchenden der Fridau aus dem 30 Kilometer entfernten Bürgerspital Solothurn erhalten, offenbar zurück. In Zukunft sollen die Asylbewerber selber kochen können, erklärt der Abteilungsleiter des Amtes für soziale Sicherheit gegenüber Tele M1. In ein paar Wochen soll nun eine provisorische Küche eingerichtet werden. Tele M1 wird heute Abend in der Sendung «Aktuell» ab 18.00 Uhr darüber berichten.

Das kantonale Amt für soziale Sicherheit bestätigt gegenüber Tele M1, dass die Asylsuchenden künftig nicht mehr mit Essen beliefert werden, sondern selber kochen sollen. In welcher Form dies geschehen soll, sei aber noch unklar. Voraussichtlich soll eine provisorische Küche eingerichtet werden. Allenfalls wird es vor Ort einen „Lebensmittel-Kiosk“ geben, bei dem die Asylsuchenden Lebensmittel beziehen könnten. Ansonsten könnten sie Essensbeiträge erhalten und im Dorf einkaufen – allerdings könnte das zu erneuten Protesten führen.

Das Amt für soziale Sicherheit betont zudem, dass es bisher keinerlei Probleme mit den Asylsuchenden gegeben habe.

Momentan kostet das Catering für die Asylbewerber in der Fridau jeden Monat rund 20'000 Franken, da die in der Fridau eingebaute Profiküche nicht von den Asylsuchenden benutzt werden darf. Kantonsrat Tobias Fischer forderte bereits eine mobile Küche. (lsc)