Regierungsrat

Kanton fordert verbindliche Handlungsanweisungen beim Sachplan Verkehr

Die N1 zwischen Luterbach und Härkingen soll sechsspurig werden. (Archiv)

Die N1 zwischen Luterbach und Härkingen soll sechsspurig werden. (Archiv)

Der Regierungsrat ist grundsätzlich mit dem Sachplan Verkehr einverstanden, er fordert jedoch, dass möglichst rasch weitere für den Kanton wichtige Vorhaben aufgenommen werden.

Im aktuellen Sachplan Verkehr ist der Kanton Solothurn von fünf Vorhaben betroffen. Das bedeutendste ist der Ausbau der N1 Luterbach-Härkingen auf sechs Fahrspuren. Das generelle Projekt ist bereits beschlossen, das Ausführungsprojekt wird zurzeit erarbeitet und soll im Herbst 2017 öffentlich aufgelegt werden.

Zwei weitere Vorhaben befinden sich in Abklärung: einerseits geht es  um Abstellplätze für LKW in Deitingen Nord, andererseits um ein Schwerverkehrskontrollzentrum in Oensingen. In einem früheren Projekt war vorgesehen, diese beiden Vorhaben in Oensingen auf dem Areal Felmatt gemeinsam zu realisieren. Nach dem Scheitern dieses Projekts unterstützt der Kanton die zwei separaten Vorhaben.

Weiter sollen zusammen mit dem 6-Spur-Ausbau zwei Wildtierquerungen realisiert werden und zwar in Wangen an der Aare und Oberbuchsiten.

Gute Zusammenarbeit und noch mehr Handlungsbedarf

Aus Sicht des Kantons Solothurn verläuft die Zusammenarbeit mit dem Bund beim Sachplan Verkehr gut, wie die Staatskanzlei in einer Medienmitteilung schreibt. Der Regierungsrat fordert jedoch, dass zusätzlich verbindliche Handlungsanweisungen in den Bereichen Fruchtfolgeflächen, landwirtschaftliche Infrastruktur, Zuleitstrukturen der Wildtierkorridore, Längsvernetzung sowie Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen festgelegt werden.

Der Regierungsrat weist in seiner Stellungnahme weiter darauf hin, dass die Autobahnanschlüsse N5 Grenchen und Solothurn (Solothurn West und Halbanschluss Solothurn Süd) aufgrund des steigenden Verkehrsaufkommens eine mangelhafte Leistungsfähigkeit aufweisen und die Verkehrssicherheit gefährden.

Er beantragt, dass diese zusammen mit einem neuen Viertelanschluss der N1 in Derendingen vom Bund geprüft und möglichst rasch in den Sachplan aufgenommen werden. Ausserdem unterstützt der Regierungsrat die Forderung des Kantons Basel-Landschaft für eine baldige Realisierung des Vollanschlusses H18 in Aesch. Dieser ist Bedingung für die Realisierung der Umfahrung Dornach und die Entwicklung des Gebietes Widen, ehemals Swissmetal. (sks)

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1