Vereinbarung mit Bund

Kanton fördert schnellere Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

Die Flüchtlingen sollen durch die Integration in Kontakt mit der hiesigen Bevölkerung kommen. (Symbolbild PD)

Die Flüchtlingen sollen durch die Integration in Kontakt mit der hiesigen Bevölkerung kommen. (Symbolbild PD)

In den letzten Jahren flüchteten viele, vorwiegend sehr junge Menschen in die Schweiz. Sie sollen möglichst rasch in den Arbeitsmarkt integriert werden. Deswegen setzt der Regierungsrat die nationale Integrationsagenda (IAS) um. Er hat eine Vereinbarung mit dem Bund abgeschlossen und unterschrieben.

Die Vereinbarung sieht Fördermassnahmen vor, welche vor allem anerkannte Flüchtlingen und vorläufig aufgenommene Personen in ihrer wirtschaftlichen und sozialen Integration unterstützen. Sie sollen rascher eine Landessprache lernen und sich auf eine berufliche Tätigkeit vorbereiten.

Ihre Integration in den Arbeitsmarkt wird aktiv gefördert und gefordert. So gelingt es mehr Betroffenen, für sich selber aufzukommen und sich in der hiesigen Gesellschaft zu integrieren. «Das bremst den Anstieg der Sozialhilfekosten und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt», heisst es in einer Mitteilung der Regierung. Die Formulierung entsprechender Fördermassnahmen und das Erreichen der Wirkungsziele seien Bedingungen dafür, dass der Bund den Kantonen die Integrationspauschale entrichte. Diese wird von bis anhin 6'000 auf 18'000 Franken erhöht.

Der Kanton Solothurn setzt bereits heute zusammen mit den Gemeinden viele der Massnahmen im Rahmen des Programms start.integration um. Die IAS bringt jedoch auch Neuerungen, die es umzusetzen gilt. Eine durchgehende Fallführung soll verhindern, dass der Integrationsprozess einzelner Personen ins Stocken gerät. In einem Kurzassessment wird künftig abgeklärt, welche Potenziale und Ressourcen eine Person mitbringt.

So kann die individuelle Unterstützung noch effizienter und wirksamer ausgestaltet werden. Durch einheitliche Strukturen und geklärte Schnittstellen sollen Um- und Durchsetzungsschwierigkeiten überwunden werden. Die Erstinformationsgespräche in den Gemeinden werden konkretisiert und verbindlich gemacht.

Im April 2018 genehmigt

In den letzten Jahren flüchteten viele, vorwiegend sehr junge Menschen in die Schweiz. Viele von ihnen finden zu lange keine Arbeit, benötigen Sozialhilfe und stehen kaum in Kontakt mit der hiesigen Bevölkerung. Bund und Kantone haben den Handlungsbedarf erkannt und sich im Frühling 2018 mit der IAS auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt.

Die IAS wurde am 25. April 2018 vom Bundesrat genehmigt. Auf kantonaler Ebene hat der Regierungsrat am 18. Dezember 2018 die Umsetzung der IAS beschlossen. Mit deren Unterzeichnung und der Zusatzvereinbarung zum Kantonalen Integrationsprogramm KIP II erhalten Kanton und Gemeinden den expliziten Auftrag, die Integration von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen zu verstärken.

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