Westtangente Solothurn
Kanton erhält 1,5 Millionen Franken für Schäden im Gibelin-Tunnel

Der Kanton hat sich mit einer Ingenieurgemeinschaft geeinigt, die bei der Projektierung und Bauleitung der Westtangente Solothurn für Mehrkosten verantwortlich gewesen war. Die Ingenieurgemeinschaft bezahlt dem Kanton dafür 1,5 Millionen Franken.

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Die Schäden beziehen sich nur auf den Gibelin-Tunnel und nicht auf den restlichen Teil der Westumfahrung.

Die Schäden beziehen sich nur auf den Gibelin-Tunnel und nicht auf den restlichen Teil der Westumfahrung.

Oliver Menge

Zur Klärung der Verantwortlichkeiten war ein Expertengutachten erstellt worden. Auf der Basis eines Schlichtungsverfahrens einigten sich der Kanton und die Ingenieurgemeinschaft nun auf eine Vergleichssumme von 1,5 Millionen Franken, wie die Solothurner Regierung am Dienstag bekannt gab.

Davon entfallen rund 1,1 Millionen Franken auf Schäden, die beim Bau der Kanalisationsleitungen aufgetreten sind.

Während des Baus der rund 100 Millionen Franken teuren und 2008 eingeweihten Westtangente Solothurn war es auch bei anderen Teilprojekten zu Problemen und Mängeln gekommen. Im März 2013 hatte sich der Kanton bereits mit einer mit dem Brückenbau beauftragten Bauunternehmung geeinigt.

Mit diesem zweiten Verfahren sind die mit dem Bau der Westtangente verbundenen Streitigkeiten in Höhe von total 21 Millionen Franken weitgehend abgeschlossen. Offen bleiben noch Forderungen des Kantons in der Höhe von rund 440‘000 Franken. Diese sollen bei zwei weiteren Vertragsparteien geltend gemacht werden.