Yannik Friedli
Kanti-Schüler gewinnt Gold bei erster Schweizer Geografie-Olympiade

Nach acht Stunden und einer dreiteiligen Prüfung standen die vier Gewinner der Geografie-Olympiade fest. Auch Yannik Friedli aus Horriwil gehört zu ihnen. Durch diesen Sieg erkämpft er sich ausserdem die Teilnahme am internationalen Wettkampf.

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Der Gewinner Yannik Friedli.

Der Gewinner Yannik Friedli.

zvg

Am Samstag fand die erste Schweizer Geografie-Olympiade am Campus Muristalden in Bern statt. 21 Jugendliche, die sich im Frühjahr aus über 230 Jugendlichen qualifiziert haben, massen sich in verschiedenen schriftlichen und praktischen Prüfungen.

Sie wetteiferten um eine der vier Goldmedaillen, die die Teilnahme an der internationalen Geografie-Olympiade iGeo in Peking im August 2016 ermöglichen.

Nach acht Stunden standen die Erstplatzierten fest: Yannik Friedli (Kantonsschule Solothurn) aus Horriwil, Rebekka Künzler (Kantonsschule am Burggraben, SG) aus St. Margrethen, Cédric Schneider (Kantonsschule Wil, SG) aus Balterswil und Franz Daxinger (Kantonsschule Heerbrugg, SG) aus Widnau erhielten je eine Goldmedaille.

Zusätzlich gab es acht Silbermedaillen und neun Bronzemedaillen, die ebenfalls alle in die Deutschschweiz gingen.

Die Gewinner der Schweizer Geografie-Olympiade.

Die Gewinner der Schweizer Geografie-Olympiade.

zvg

Die Prüfung

Alle Prüfungen fanden auf Englisch statt. Zunächst musste ein umfangreicher schriftlicher Test absolviert werden, bei dem Fragen aus allen Teilgebieten der Geografie geprüft wurden.

Im anschliessenden Multimedia-Test ging es vor allem um das Lesen von Statistiken, Grafiken, Karten, Luft- und Satellitenbildern.

Den Abschluss bildete eine zweiteilige Feldarbeit, bei der die Jugendlichen kartografisches Können beweisen mussten.

Die Prüfungen wurden von einem professionellen und ehrenamtlichen Korrekturteam bestehend aus angehenden und praktizierenden Lehrerinnen sowie einem Fachdidaktiker der PH St. Gallen im Lauf des Tages bewertet.

Ein inhaltliches Highlight zum Abschluss des Tages vor der Preisverleihung bot Dr. Sabin Bieri vom Centre for Development and Environment der Universität Bern. Mit fünf Fragen verschaffte sie den Jugendlichen Einblicke in die aktuelle geografische Forschung.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten Sachpreise der Unterstützer der Schweizer Geografie-Olympiade: ein sechsmonatiges Digital-Abo der NZZ und NZZ am Sonntag sowie einen Diercke-Weltatlas des Verlags Westermann.

Die Schweizer Delegation erhält ausserdem einen Überraschungspreis des Verlags Westermann. Der Bestplaztierte, Yannik Friedli, wurde zudem mit einem Buchpreis der Buchhandlung am Zytglogge aus Bern geehrt.

Im Frühjahr 2016 findet die nächste Vorausscheidung für die iGeo 2017 statt. Der organisierende Verein SwissGeOlymp strebt vierstellige Teilnehmerzahlen an und hofft auch auf Beteiligung aus den italienisch- und französischsprachigen Kantonen. (mgt)

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