Kleinlützel

Kämpferischer Pfarrer Franz Sabo ist in Kleinlützel wieder willkommen

(Archiv)

Franz Sabo

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Franz Sabo ist wieder bald wieder zurück in Kleinlützel. Er wird ab dem kommenden Januar in der Solothurner Exklave wieder Messen leiten. Dies wurde ihm nach einem Streit mit Bischof Kurt Koch 2005 verboten. Der Fall schlug schweizweit hohe Wellen.

Es ist ein Weilchen her, als der damalige Bischof Kurt Koch zusammen mit Pfarrer Franz Sabo in Röschenz den Versöhnungsgottesdienst feierte. Ende Oktober, also gut drei Jahre später, haben sich der aktuelle und der damalige Kirchenrat von Kleinlützel mit dem derzeitigen Pfarrverantwortlichen Arno Stadelmann und Franz Sabo im Lützler Pfarrhaus getroffen.

Vor sechs Jahren Missio entzogen

Ziel war es, abzuklären, ob Pfarrer Sabo in der Kirchgemeinde wieder willkommen ist. Nach Meinung von Bischofsvikar Stadelmann und des Kirchenrats ist dies der Fall. Zur Erinnerung: Nachdem Pfarrer Sabo in Artikeln mehrfach die katholische Kirche kritisiert hatte, entzog ihm Bischof Koch 2005 die Missio. Der Fall des aufmüpfigen Pfarrers sorgte schweizweit für Schlagzeilen.

Für Kirchenratspräsident Bruno Allemann sei es das Wichtigste, mit diesem Schritt den Weg zu ebnen, dass sich alle gläubigen Lützler und Lützlerinnen wieder in die Augen schauen und Wunden heilen können. Arno Stadelmann und Franz Sabo werden als Zeichen der Gemeinsamkeit am 8. Januar zusammen in der Kirche Kleinlützel den Gottesdienst feiern. Danach wird Sabo ungefähr einmal im Monat in Kleinlützel die heilige Messe zelebrieren. (wb)

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