Bankjubiläum
(K)eine UBS hinter jedem Miststock

Die Grossbank UBS feiert heute schweizweit ihr 150-Jahr-Jubiläum. Im Kanton Solothurn gibt es lediglich vier UBS-Filialen. Im angrenzenden Bernbiet ist das Filialnetz ungleich dichter. Das hat bankgeschichtliche Gründe.

Andreas Toggweiler
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UBS Langenthal, einst Bank Langenthal
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Bank mit bewegter Geschichte
UBS Grenchen
UBS Kirchberg
UBS Niederbipp
Ein Bettlacher Bauer und unzufriedener Kunde
Zuer Eröffnung des umgebauten Standortes Solothurn kam Volkswirtschaftsdirektorin Esther Gassler
Ländlich UBS Koppigen
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UBS Hauptsitz in Zürich
UBS Generalversammlung 2003 mit Marcel Ospel

UBS Langenthal, einst Bank Langenthal

Die Schweizer Grossbank UBS verortet die älteste ihrer Wurzeln bei der vor 150 Jahren gegründeten «Bank in Winterthur», die 1912 zusammen mit einer weiteren Bank zur «Schweizerischen Bankgesellschaft» wurde. Der Basler Bankverein wurde 1872 gegründet. 1998 fusionierten die beiden Institute zur heutigen UBS AG. Heute verfügt die Grossbank schweizweit über rund 300 Geschäftsstellen, die sich schwergewichtig in den Städten und touristischen Zentren befinden.

Im Kanton Solothurn zählt man hingegen lediglich vier Geschäftsstellen: in den Städten Olten, Solothurn und Grenchen sowie in Breitenbach. Ganz anders im Kanton Bern. Dort gibt es mehrere Dutzend UBS-Niederlassungen. Allein im Einzugsgebiet dieser Zeitung gibt
es noch neun Filialen, nämlich in Langenthal, Niederbipp, Wangen a.A., Herzogenbuchsee, Utzenstorf, Koppigen, Büren a.A., Kirchberg und Lengnau (letztere gehört zum UBS-Marktgebiet Aargau/Solothurn); Dazu kommen die Standorte in den Städten Burgdorf, Biel und Lyss.

Fusionen und Übernahmen

Die unterschiedliche Filialdichte in den Kantonen Solothurn und Bern hat historische Gründe. In den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts hat die UBS, bzw. ihre Vorgängerbanken im Zuge der Schweizer Immobilienkrise mehrere Berner Regionalbanken übernommen. Dazu gehört auch die Seeland Bank, der die UBS heute die Präsenz beispielsweise in Büren und Lengnau verdankt. Dieses Institut entstand 1991 aus dem Zusammenschluss von sieben Regionalbanken. 1994 wurde die Seeland Bank ihrerseits vom Bankverein übernommen.

Aber auch die Bank Langenthal (1867–1994, bis 1976 Leihkasse Langenthal) und die Amtsersparniskasse Aarwangen in Langenthal (EKL, 1823–1996) gingen in der Grossbank auf. Die Bank Langenthal wurde vom Bankverein übernommen, die EKL von der Bankgesellschaft. Vereinzelt wurden danach von der UBS auch Filialen geschlossen, so in Attiswil, Ursenbach, Langenthal (heute Valiant) und Roggwil (heute Clientis Bank).

Von Kantonalbank zu Baloise

Im Kanton Solothurn hätte es durchaus ähnlich kommen können. Hatte doch der Bankverein 1994 auch noch die in Schieflage geratene Solothurner Kantonalbank übernommen, die er jedoch aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht behalten durfte. Sie landete in den Händen des Versicherungskonzerns Baloise.

Somit blieb es für die Grossbank im Kanton Solothurn beim ursprünglichen Filialnetz, das zusätzlich um Mehrfachstandorte bereinigt wurde (vgl. Kasten). Zwar hatte die Bankgesellschaft 1994 auch die Sothurner Handelsbank übernommen, mit Filialen in Grenchen und Olten. In den Solothurner Städten war man aber bereits präsent, was zur Schliessung der Handelsbank-Lokalitäten führte. Genau gleich lief es nach 1998, als die UBS selber entstand. Sie entschloss sich für einen gemeinsamen Standort in allen drei Solothurner Städten.

Heute Montag haben die UBS-Filialen durchgehend von 9 bis 18.30 Uhr offen. Sie offerieren für 5 Franken einen Gutschein zum Bezug einer Schifffahrts-Tageskarte für 19 Schweizer Gewässer. Auch die Bielersee Schifffahrt (inkl. Aare) macht mit.