In der vorberatenden Kommission gab die vorgesehene Beschränkung der Listenverbindungen zu diskutieren. Der Antrag des Regierungsrats sieht vor, dass Listenverbindungen bei kantonalen und kommunalen Wahlen auf die innerparteiliche Ebene beschränkt werden sollen. Dagegen sprachen sich kleinere Parteien aus, da sie so kaum noch Chancen auf Sitze hätten. 

Mit den Listenverbindungen würde die Repräsentation des Wählerwillens gewährleistet. Andere Stimmen führten an, dass mit der Beschränkung zwei unterschiedliche Wahlsysteme bei kantonalen/kommunalen beziehungsweise eidgenössischen Wahlen geschaffen würden.

Die Befürworter argumentierten, dass der Wählerwille ohne Listenverbindung uneingeschränkt zum Ausdruck komme und so mehr Transparenz geschaffen werde. Die Kommissionsmitglieder waren sich darin einig, dass es letztlich eine Frage des individuellen Standpunktes sei. Die unterschiedlichen Meinungen kamen in der Abstimmung zum Ausdruck: Die Beibehaltung der Listenverbindungen wurde mit 7:6 Stimmen gutgeheissen. Weiter sprach sich die Juko dafür aus, dass der Regierungsrat Richtlinien zum bewilligungsfreien Aufstellen von Wahl- und Abstimmungsplakaten erlassen kann.(sks)