«Ja, aber ich habe vier Kinder!», wehrt sich eine Frau gegen die hohen Steuerabgaben. Sie ist ein Mitglied der Juso Kanton Solothurn und steht vor dem fiktiven Steuerbeamten, der jeden Steuerzahler ausnimmt. Eine Ausnahme gibt es: Ein reicher Herr im dunklen Anzug, der mit Aktenkoffer vordrängt und einen Mini-Anteil von dem abgeben muss, was er eigentlich besitzt (siehe Video).

Das ganze Theater, das die neun Personen - unterstützt werden die Jungsozialisten auch von SP-Kantonsrätin Franziska Roth und SP-Präsident Stadt Solothurn Claudio Marrari - am Montagabend vor dem Rathaus veranstalten, soll zeigen: Die Juso hält nichts von der Pauschalsteuer.

Die Juso Kanton Solothurn stellt im Theater dar, warum sie gegen Pauschalbesteuerung ist

Die Juso Kanton Solothurn stellt im Theater dar, warum sie gegen Pauschalbesteuerung ist

Und anscheinend nicht nur die Jungsozialisten: Die Delegation übergibt nach der schauspielerischen Einlage der Staatskanzlei die gesammelten Unterschriften - 303 insgesamt. 100 hätte es im Minimum für den Volksauftrag gebraucht.

Sie hätten aber bei 100 Unterschriften nicht mit sammeln aufhören wollen, sagt Yves Fankhauser. «Die meisten Leute haben unterschrieben, weil sie das Ganze eine Sauerei finden.» Dabei habe es nur sehr wenige gegeben, die aus inhaltlichen Gründen nicht unterschrieben hätten.

Die Juso mit den gesammelten Unterschriften

Die Juso mit den gesammelten Unterschriften

Die Unterschriften werden nun formell geprüft und dann an die Ratsleitung übergeben. (ldu)