Dies hielt der Regierungsrat am Dienstag in seiner Vernehmlassungsantwort fest. «Es bestehen begründete Vorbehalte, da sich das Gebiet aus geologischer Sicht nicht eignet», so der Regierungsrat.

Der Kanton hatte bereits im Jahr 2010 Zweifel zur Eignung des Standorts geäussert. Diese wurden nun in der zweiten Etappe des Verfahrens der Nagra bestätigt. Der Standort wird deshalb zurückgestellt. Er soll aber im Sachplan des Bundes raumplanerisch gesichert bleiben. Dies solange bis der Bund einen geeigneten Standort gefunden und eine Rahmenbewilligung für ein geologisches Tiefenlager erteilt hat. Die Gebiete Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost sollen nun in der dritten Etappe weiterbearbeitet werden.

Neben den Standorten für geologische Tiefenlager hat die Nagra auch Standortareale für die Oberflächenanlagen bezeichnet. Die Oberflächenanlage besteht aus verschiedenen Anlageteilen. Insbesondere aus einem Anlieferungsterminal, wo das radioaktive Material in speziellen Transportbehältern angeliefert wird. Und aus einer Verpackungsanlage, in welcher die Behälter umgelagert werden.

Im Gebiet Jura-Südfuss war dafür die Kiesgrube Däniken vorgeschlagen worden. Der Regierungsrat geht wie beim Tiefenlager-Gebiet Jura-Südfuss davon aus, dass Däniken in der weiteren Planung nicht mehr zur Diskussion stehen wird. Andernfalls soll geprüft werden, ob eine solche Anlage nicht auch weiter südlich realisierbar wäre. (sks)