Die kantonale Vorlage, welche unter den Kantonen die finanzielle Unterstützung der Weiterbildungen von Assistenzärzten regeln soll, erachten die Jungfreisinnigen als unnötigen und völlig überteuerten Eingriff in die föderale Kantonsstruktur. Die betroffenen Beiträge werden bereits heute durch den Kanton entrichtet, dies wird auch von den Jungfreisinnigen sehr begrüsst. Der Beitritt zu diesem interkantonalen Verbund führt zu Mehrkosten von rund zwei Millionen Franken pro Jahr für den Kanton. Damit sollen die höheren Ausgaben der grösseren Kantone ausgeglichen werden. Dies mit dem Resultat, dass letztlich der Kanton Solothurn höhere Ausgaben für solche Weiterbildungskosten zu tragen hat, als beispielsweise der Kanton Zürich, welcher durch seine Grösse logischerweise eine grössere Ärztezahl aufweist. Diese Vorlage lehnen die Jungfreisinnigen ganz entschieden einstimmig ab.

Die Reform zur Altersvorsorge beinhaltet für die Jungfreisinnigen viele sinnvolle und richtige Massnahmen, etwa die Erhöhung des Rentenalters für Frauen. Sodann wird die Senkung des Umwandlungssatzes begrüsst. Der Rentenausbau um 70 Franken für Einzelpersonen und die höhere Plafonierung für Ehepaarrenten stösst jedoch auf grossen Widerstand. Einerseits werden dadurch die ersten beiden Säulen vermischt, andererseits kann die Altersvorsorge dadurch nicht nachhaltig saniert werden und das Problem der defizitären AHV wird auf die Folgegenerationen abgewälzt. Die Jungfreisinnigen lehnen die beiden Vorlagen zu Altersreform 2020 einstimmig ab. (mgt)