Der Parteivorstand hat nun in neuer Zusammensetzung unter Leitung des neuen Präsidenten Stefan Nünlist die weiteren Abstimmungsempfehlungen vorgenommen. Dem Bundesbeschluss zur Ernährungssicherheit wird zugestimmt. «Nützts nichts, so schadets nichts», sagt der Volksmund. Ähnlich verhaltet es sich auch mit dem Gegenentwurf zur zurückgezogenen Volksinitiative «Für Ernährungssicherheit» des Schweizer Bauernverbands. Zwar besteht ein grosser Konsens darüber, dass die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln ein wichtiges Thema ist. Im Parteivorstand äusserten sich jedoch auch Jungfreisinnige kritisch über Sinn und Zweck des neuen Verfassungsartikels.

Eine Ja-Parole beschloss der Vorstand auch zur einzigen kantonalen Vorlage. Die Regelung der ärztlichen Weiterbildungsfinanzierung unter den Kantonen sei wichtig, um dem drohenden Ärztemangel entgegenzuwirken. Ohne Beitritt würden angehende Ärztinnen und Ärzte, die im Kanton Solothurn die Matura erlangt haben, für die ausserkantonale Fortbildung nicht mehr berücksichtigt werden. (szr)

Ernährungssicherheit: Darum geht es

Landwirtschaftsthemen sind für gewöhnlich heiss umstritten - das gilt jedoch nicht für den Verfassungsartikel zur Ernährungssicherheit, über den das Stimmvolk am 24. September entscheidet. Die Forderungen sind dabei unverbindlich gehalten. So geht es unter anderem um die Sicherung der einheimischen Produktion, die Ausrichtung auf den Markt sowie Ressourceneffizienz.