Nicht einmal das Hupen des Chauffeurs brachte den Luchs aus dem Konzept. Er liess nicht von seiner Beute ab, wie ein Zuschauervideo von TeleM1 zeigt. 

Der Erschwiler Jagdaufseher Reinhold Fringeli hat zwar auf jener Strasse in Grindel auch schon einmal einen Luchs gesichtet. Er hat aber noch nie erlebt, dass sich ein Luchs so nah filmen liess. «Vermutlich waren sie ziemlich in einander verbissen», sagt er gegenüber dem Regionalsender. Der Luchs habe nicht mehr loslassen wollen. «Er wollte den Fuchs töten.»

Im Schwarzbubenland sind die Luchse keine Seltenheit. Insgesamt sollen um die 12 Tiere im Kanton herumstreifen. Zu viele, findet Fringeli. Er sieht ein Problem in der Luchspopulation. Früher oder später müssten die Luchse wohl durch die Jagdverwaltung kontrolliert abgeschossen werden.

Jürg Fröhlicher, Chef im Amt für Wald, Jagd und Fischerei, würde nicht so weit gehen. «Es gibt Orte, an denen der Luchs stärkeren Einfluss hat, weil sich die Reviere der Luchse überschneiden.» Dort wäre es auch schwieriger, Rehe zu jagen. «Wo es keine Rehe gibt, gibt es auch keine Luchse.» (ldu)