Schwarzbubenland

Junge Stimmen für die «Region zwischen Stuhl und Bank»

Auf Initiative des 17-jährigen Gymnasiasten Glenn Steiger aus Bättwil (3. von links) trafen sich rund ein Dutzend Jugendliche aus allen Ecken der AmteiDorneck-Thierstein beim Jugendhaus Dornach zur Gründungsversammlung des Jugendparlaments Schwarzbubenland.

Auf Initiative des 17-jährigen Gymnasiasten Glenn Steiger aus Bättwil (3. von links) trafen sich rund ein Dutzend Jugendliche aus allen Ecken der AmteiDorneck-Thierstein beim Jugendhaus Dornach zur Gründungsversammlung des Jugendparlaments Schwarzbubenland.

Zwölf Nachwuchs-Politiker gründen im Schwarzbubenland ein Jugendparlament. Sie diskutierten in Dornach über bessere öV-Verbindungen und die Präsenz ihrer Region in den Medien.

Das Schwarzbubenland hat künftig ein eigenes Jugendparlament: Ein Dutzend Jugendliche aus allen Ecken Dorneck-Thiersteins debattierten an der Gründungsversammlung in Dornach über bessere öV-Verbindungen und die Präsenz des Schwarzbubenlandes in den Medien. Die direkte Demokratie ermöglicht den Schweizer Stimmberechtigten eine weltweit einzigartige Partizipation an den politischen Prozessen.

Dass diese Zukunft die jüngeren Generationen etwas angeht, darin waren sich die rund ein Dutzend Jungpolitiker, die sich zur Gründung des Jugendparlaments Schwarzbubenland im Jugendhaus Dornach eingefunden hatten, einig. Engagiert diskutierten die Jugendlichen, die aus allen Ecken des Schwarzbubenlandes angereist waren, über verschiedene regionale und kantonale Angelegenheiten.

Zu ihren Hauptanliegen gehörten der Ausbau der öV-Verbindungen und mehr Informationsveranstaltungen für Jugendliche vor Abstimmungen. Die Jungen seien häufig nicht oder nur unzureichend über die Vorlagen informiert und gingen daher selten zur Urne, bemerkten einige Stimmen.

Für Diskussionsstoff sorgte auch die mangelnde Präsenz des Schwarzbubenlandes in den lokalen Medien. Die Region falle häufig zwischen Stuhl und Bank, da sie sowohl von Solothurn als auch von den beiden Basel als Randregion betrachtet werde, so der Tenor unter den Jugendlichen.

Anwesend waren auch die beiden Kantonsräte Daniel Urech (Grüne, Dornach) und Simon Esslinger (SP, Seewen). In ihren Ansprachen lobten sie das politische Engagement der Jugendlichen und ermutigten sie, sich in den Parteien einzubringen.

Über 5000 Briefe verschickt

Organisiert wurde die Gründungsversammlung von Glenn Steiger. Der 17-jährige Gymnasiast aus Bättwil ist politisch sehr aktiv, so vertrat er unlängst die Schweizer Jugendlichen an einem Kongress des Europarates in Strassburg. Zudem ist er engagiertes Mitglied der Jungen CVP.

Zur Idee eines Jugendparlaments Schwarzbubenland sagt er: «Ich hatte den Eindruck, dass sich zwar viele Jugendliche in der Region für Politik interessieren, ihre Anliegen aber selten in den politischen Institutionen vorbringen können. Mit dem Jugendparlament wollte ich eine Plattform schaffen, die genau dies ermöglichen soll.» Steiger verschickte im Frühjahr über 5000 Briefe an Schwarzbuben im Alter zwischen 12 und 25 Jahre und lud sie zur Gründungsversammlung ein.

Dass gerade mal ein Dutzend den Weg nach Dornach fanden, stört ihn nicht, im Gegenteil: «In einer kleinen Gruppe kann man besser diskutieren und seine Anliegen vorbringen.» Ausserdem habe er nicht damit gerechnet, das Projekt Jugendparlament tatsächlich verwirklichen zu können, sagt Steiger. «Anfangs war ich schon etwas skeptisch, ob es klappt und ob überhaupt Leute kommen werden.»

Steiger hofft derweil, dass er und seine Mitstreiter von den gestandenen Politikern auch ernst genommen werden. Zwei Unterstützer haben sie schon: Die Kantonsräte Urech und Esslinger gelobten, auf die Stimme der Jugendlichen zu hören. Sie seien nämlich «die Zukunft unserer Demokratie».

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