Blasmusik
Junge Solothurner musizieren zusammen im Lager

Junge Brassmusiker aus dem Kanton Solothurn proben diese Woche in Zweisimmen – und zwar täglich zehn Stunden.

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Junge Brassmusiker des Solothurner Blasmusikverbands im Lager
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Die Proben versprechen schon jetzt lohnende Konzerte
In Registerproben wird an der Technik gefeilt
Auch Percussionisten sind dabei

Junge Brassmusiker des Solothurner Blasmusikverbands im Lager

zvg

Die jungen Brassmusiker des Solothurner Blasmusikverbands (SOBV) haben sich längst einen exzellenten Ruf erarbeitet. 2011 hat sich eine Formation am Brass-Band-Wettbewerb in Montreux auf Spitzenränge gespielt. Zum 13. Mal organisiert der SOBV diese Woche ein Brass-Musik-Lager in Zweisimmen.

Lagerleiter Manuel Borer (21) berichtet von strengen Proben – und erklärt, warum das Lager deshalb umso mehr Freude bereitet:

Ich freue mich immer schon Wochen vorher auf das Lager in Zweisimmen. Hier sind 65 Jugendliche dabei, sie verteilen sich auf eine A- und B-Band. Die Jüngsten sind 11 Jahre alt, die Ältesten 22. Dazu kommen sechs Registerleiter und drei Lagerchefs. Beide Bands erarbeiten ein Konzertprogramm, das sie an zwei gemeinsamen Auftritten vortragen werden. Die Woche ist streng, ja, aber der Aufwand lohnt sich allemal. Jeder Lagertag beginnt mit Morgensport – meistens bisschen Joggen. Verständlicherweise sind da nur wenige dabei. Dann folgt ein kurzes Warm-up, um 8.15 Uhr gibt es Frühstück. Ab 9 Uhr wird geprobt. Logisch, Musikproben prägen unser Programm. Sind es am Vormittag die Registerproben, folgen nachmittags meistens Gesamtproben. Nach dem Mittagessen sitzen wir von 14 bis 18 Uhr erneut im Probelokal. Dann stärken wir uns beim Nachtessen, um schliesslich nochmals zwei Stunden hinter den Notenständer zu sitzen. Um 22.30 Uhr geht der Probetag zu Ende, manche fallen dann müde ins Bett. Musizieren kann an den Kräften zehren, deshalb legen wir auch Wert auf Abwechslung und Erholung. Gesamtproben im Freien werden sehr geschätzt. Der Mittwochnachmittag ist traditionell spielfrei.

Die sechs Registerlehrer sind alles Experten auf ihren Instrumenten, manche sind echte Koryphäen. Eine Bereicherung ist auch der Einzelunterricht. Was man da lernt! Die Proben versprechen jedenfalls schon jetzt zwei lohnende Konzertauftritte. Was mir am Lager besonders gefällt? Dass hier Jugendliche aus dem ganzen Kanton zusammen musizieren. Ich wohne im Schwarzbubenland, wo treffe ich sonst schon einen Grenchner? Im Lager wird eine kantonale Identität beschworen, das gibt es sonst nirgends.

Aufgezeichnet: sva