Bei Abstimmungen gelte es normalerweise, die Bevölkerung mit Argumenten von seiner Ansicht zu überzeugen, schreiben die Jungen Grünen Kanton Solothurn in einer Medienmitteilung.

Sie hätten «überrascht» festgestellt, dass der Jungen SVP, allen voran Marco Giglio, diese Arbeit «wohl zu schwierig erscheint». «Statt mit Worten versuchen zu glänzen, kopieren sie die Idee der SVP Zug und bestechen die Wählerinnen und Wähler mit Geld auf Abstimmungsflyern».

Marco Giglio erklärte gegenüber dieser Zeitung, dass er mit den Geldstücken, die er auf die Flyer kleben will, ein «Opfer eines Politikers für das Volk» bringen will. Für die Jungen Grünen handelt es sich dabei um eine «fragwürdige» Aktion.

Es würde zwar löblich sein, dass Giglio sich in den Dienst der Stimmbevölkerung stelle. «Jedem Passanten noch Geld in die Hand zu drücken und gleichzeitig für ein Nein zur Einheitskasse zu werben läuft für die Jungen Grünen jedoch unter Stimmbestechung.»

Niels Kruse, Co-Präsident der Jungen Grünen überzeugt: «Geld hat noch nie einen guten Politiker ausgemacht. Das war schon bei Christoph Blocher so und das gilt speziell auch für Marco Giglio.»

Politik zugunsten der Stimmberechtigten sehe anders aus, schreiben die Jungen Grünen. Die JSVP reihe sich damit lediglich in die «beunruhigende Tendenz ein, dass Abstimmungen durch Geld beeinflusst und von Grossspendern finanziert werden». (ldu)