Raumplanung

Junge Grüne weisen mit Banner am Aldi auf Landschaftsverschleiss hin

Die Jungen Grünen haben am Aldi bei der Westumfahrung Solothurn einen Banner angebracht.

Die Jungen Grünen haben am Aldi bei der Westumfahrung Solothurn einen Banner angebracht.

Seit Sonntagmorgen prangt am Aldi bei der Westumfahrung Solothurn ein Banner mit der Aufschrift «Einstöckig gebaut - viel Wiese versaut». Mit der Aktion fordern die Jungen Grünen Industriebetriebe auf, auf sparsamen Umgang mit Boden zu setzen.

Der Detailhändler Aldi liefere ein Beispiel, «wie schlecht in Industrie und Gewerbe mit der Ressource Boden umgegangen wird», schreiben die Jungen Grünen in einer Medienmitteilung. Fast alle Filialen in der Schweiz seien einstöckig gebaut. «Damit wird eine riesige Fläche beansprucht, die man durch mehrstöckige Bauweise dementsprechend mehrfach reduzieren könnte.»

Dazu falle viel Fläche einem «übergrossen Parkplatz zum Opfer». Statt die Zahl der Parkfelder auf ein vernünftiges Mass zu reduzieren und den Parkplatz in eine Tiefgarage unter das Gebäude zu legen, werde eine maximale Fläche beansprucht. «Aldi schert sich offensichtlich weder um die Umwelt noch um das Landschaftsbild. Landverschleiss scheint profitabler zu sein als effiziente Bodennutzung», sagt eine Aktivistin.

Die Jungen Grünen fordern von Aldi, aber auch von allen anderen Industriebetrieben, einen sparsamen Umgang mit dem Boden sowie Mobilitätskonzepte, die auf den öffentlichen sowie den Fuss- und Veloverkehr statt auf den motorisierten Individualverkehr setzen.

Die Politik soll ihrerseits günstige Rahmenbedingungen, die eine qualitativ hochwertige Verdichtung, speziell im Industrie- und Gewerbegebiet, fördern. Die Zersiedelungsinitiative sei die richtige Antwort auf das Problem: «Sie stoppt den Landschaftsverschleiss und sorgt gleichzeitig für eine hochwertige Siedlungsentwicklung nach innen.» (mgt/ldu)

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