Swissmechanic
Junge für mechanisch-technische Berufe begeistern

Die finanzielle Situation des Solothurner Verbandes von Swissmechanic hat sich entspannt und die weitere Unterstützung des Ausbildungszentrums Gerlafingen ist gesichert. Diese erfreulichen Botschaften waren an der Generalversammlung in Grenchen zu vernehmen.

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Der Präsident von Swissmechanic Solothurn, Philippe Nicotera (rechts), konnte über eine erfreuliche Entwicklung berichten.

Der Präsident von Swissmechanic Solothurn, Philippe Nicotera (rechts), konnte über eine erfreuliche Entwicklung berichten.

zvg

Die mechanisch-technischen und elektrotechnischen/elektronischen Berufsgruppen sowie KMU sind im Verband Swissmechanic zusammengeschlossen. Der Präsident der Sektion Solothurn, Philippe Nicotera, konnte an der Generalversammlung im Velodrome von recht stabilen Zahlen berichten. Die Liquidität der Verbandssektion 2016 sei erfreulich und das eingeführte monatliche Reporting erleichtere die Planung. Ziel müsse es sein, dass die Sektion Solothurn finanziell unabhängig werde, unterstrich Nicotera.

Das Ausbildungszentrum in Gerlafingen erwirtschaftete 2016 einen Jahresgewinn von 51 900 Franken. Mittelfristig könnte es sein, dass das Swissmechanic-Ausbildungszentrum innerhalb des Kantons Solothurn umziehen muss, da die Liegenschaftsbesitzerin am Standort Gerlafingen gewisse Veränderungen plant. Im Jahr 2017 will die Sektion Solothurn zudem intensiv weitere Firmen ermutigen, Mitglied bei Swissmechanic zu werden. Zudem wird ein neues Kursangebot erarbeitet.

Nachwuchsförderung ist zentral

Im Vordergrund stand und steht die Erhöhung der Ausbildungsqualität für die Branche. Es sei zentral, junge Menschen bereits vor der eigentlichen Berufswahl für mechanisch-technische Berufe zu begeistern, wurde betont. Entsprechend werde Swissmechanic im Ausbildungszentrum Gerlafingen auch dieses Jahr «Tüfteln für Knaben» und «Faszination Technik» (beides für Schüler der Primarschulen) anbieten. Letzten März fand der «Girlsday»-Workshop für Schülerinnen der 1.–4. Klasse statt.

Der Direktor von Swissmechanic Schweiz, Oliver Müller, informierte über die Eidgenössische Volksinitiative «Stop der Hochpreisinsel – für faire Preise», für welche die mehr als die Hälfte der benötigten Unterschriften beisammen seien. In der Schweiz müssten Konsumenten für identische Importprodukte deutlich mehr bezahlen als im benachbarten Ausland. Die Initiative will das ändern. Am 14. September werde der Verband den Swissmechanic Business Day in Luzern organisieren. Thema: Industrie 4.0 – Digitalisierung auf den Boden gebracht.

Zum Abschluss referierte Gerald Metzler von Partnerinvest AG über die Unternehmens-Nachfolgeplanung. In den nächsten fünf Jahren würden in der Schweiz 70 000 bis 80 000 KMU vor der Nachfolgeregelung stehen. Metzler zeigte in seinem Referat Chancen und Stolpersteine auf dem Weg der Nachfolgeplanung auf. (mgt)