Schweizweit können die Jugendherbergen einen Erfolg verbuchen: 2013 stiegen die Übernachtungen um 3,4 Prozent, der Umsatz wuchs um 2,9 Prozent. Fast eine Million Logiernächte sind 2013 verzeichnet worden.

Nicht mithalten können in Sachen Wachstum die beiden Jugendherbergen im Kanton Solothurn. Spezifische, kantonale Zahlen werden von der gemeinnützigen Organisation «Schweizer Jugendherbergen» zwar nicht veröffentlicht. Eine Nachfrage ergibt aber: Die Jugendherbergen Mariastein und Solothurn können die Besucherzahlen der Vorjahre wenn nicht steigern, so immerhin halten.

Schweizer Gruppen als Kunden

Was sind die Gründe dafür? Die beiden «Jugis» werden vor allem von Schulklassen, Vereinen und Gruppen aus der Schweiz besucht. Der Ausländeranteil unter den Gästen ist tief und liegt im einstelligen Prozentbereich. Damit sind sie weder abhängig von der Reisefreude der Touristen noch von der Wirtschaftslage oder dem Euro-Wechselkurs.

Was Mariastein betrifft, so führt Thomas Krämer, Leiter der Jugendherberge, den kleinen Andrang aus dem Ausland auf die geografische Lage zurück: «Die Gegend ist zwar sehr schön und man kann vieles unternehmen wie zum Beispiel wandern, aber wir haben eben kein Matterhorn hier.»

«Es geht nicht um mehr Profit»

Oliver Kerstholt, der Mediensprecher der Organisation «Schweizer Jugendherbergen», stimmt diesem Argument auch für die Jugendherberge der Stadt Solothurn zu: «Die Jugendherbergen im Kanton Solothurn liegen nicht in den klassischen Ferienregionen.» Doch für die Non-Profit-Organisation ist dies «kein Dorn im Auge». Sprecher Kerstholt betont: «Es geht auch nicht darum, dass alle Jugendherbergen mehr Profit machen müssen. Solange sie in den schwarzen Zahlen bleiben, gibt es keinen Grund, unzufrieden zu sein.»