Die Schneesportexpertinnen und -experten sind für den Winter gerüstet. Traditionsgemäss kamen sie vor Saisonbeginn zum Zentralkurs in Zermatt zusammen und holten dort das nötige Rüstzeug für die kommenden Leiter- und Fortbildungskurse, die von Mitte Dezember bis im März auf dem Programm stehen.

Der Kurs stand erstmals unter der Leitung der beiden neu ins Amt eingesetzten Chefexperten Stefan Vögeli (Skifahren) und Boris Käch (Snowboard). Ihnen zur Seite standen als Klassenlehrpersonen Sarah Ambord (Willisau) und Reno Mann (Selzach) bei den Skifahrern sowie Beat Müller (Davos) bei den Snowboardern.

Eigene Technik verbessern

Mit einem anspruchsvollen, aber gut abgestimmten Programm wurden die 23 Ski- und 13 Snowboard-Experten während dreier Tage auf ihre Aufgaben im Schneesportwinter eingestimmt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer profitierten dabei von guten Wetterbedingungen und hervorragenden Schneeverhältnissen auf den Pisten ums Kleine Matterhorn. «Bewegungslernen im Schneesport» hiess das Hauptthema in diesem Schneesportkurs.

Ein Motiv, das die J+S-Experten auch in den folgenden Fortbildungskursen begleiten wird. «More learning – less teaching», «Es gibt keine Information ohne Interpretation» und «Lernen heisst vernetzen» lauteten drei Aussagen, mit denen sich die Teilnehmer explizit und in verschiedenen Formen in ihrer Spezialsportart auseinandersetzten. Neben methodischen Elementen erhielten die Schneesportexperten die Möglichkeit, im abwechslungsreichen Programm ihre eigene Technik zu verbessern.

Ein wichtiges Ziel des Kurses ist es, dass die Experten nicht nur die Inhalte der Leiter- und Fortbildungskurse miteinander absprechen, sondern auch dass die Beurteilungskriterien für die Eintrittstests und Abschlussprüfungen abgestimmt sind.

Für fairen und sauberen Sport

Im theoretischen Teil wartete der bekannte Sportpsychologe Jörg Wetzel mit einem instruktiven Referat auf. Wetzel, selber begeisterter Schneesportexperte, beschrieb am Beispiel der Olympischen Spiele in London die mentale Herausforderung, die ein bedeutendes Sportereignis an einen Athleten stellt. Schliesslich präsentierte Barbara Küry den Experten «cool und clean», das nationale Präventivprogramm, das sich auf verschiedenen Ebenen für fairen und sauberen Sport einsetzt.