Aktion 72 Stunden
Jugendliche aus dem Kanton leisten Einsatz für ein gutes Projekt

Ab kommendem Donnerstag setzen Jugendorganisationen im ganzen Kanton während drei Tagen gemeinnützige Projekte um. So wie die Jugendarbeit Unterleberberg. Dies geschieht im Rahmen der Aktion 72 Stunden.

Marina Stalder
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Auch sie machen mit: Rebekka Matter-Linder (l.) und Sandra Augstburger, Leiterinnen Jugendarbeit Unterleberberg.

Auch sie machen mit: Rebekka Matter-Linder (l.) und Sandra Augstburger, Leiterinnen Jugendarbeit Unterleberberg.

Hans Ulrich Muelchi

Es geht nicht mehr lange, bis wieder 30 000 Kinder in der ganzen Schweiz drei volle Tage lang ihr eigenes, gemeinnütziges Projekt umsetzen. Die Aktion 72 Stunden geht vom 10. bis 13. September in die dritte Runde, nachdem sie bereits in den Jahren 2005 und 2010 durchgeführt wurde. Auch Solothurner Kinder und Jugendliche werden in dieser Zeit aktiv sein. So wird auch die Jugendarbeit Unterleberberg (JaUL) in Niederwil ein eigenes Projekt auf die Beine stellen.

72 Stunden in Flumenthal

Bei JaUL ist die Vorbereitung für die Aktion 72 Stunden wegen des alljährlichen und enorm beliebten Sommerlagers kurzzeitig in den Hintergrund geraten, jetzt laufen sie aber wieder auf Hochtouren. «Für uns sind solche Projekte enorm wichtig. Der Jugendtreff alleine hat in den letzten Jahren ein wenig ausgedient, daher sind es solche Projekte, auf die wir den Schwerpunkt legen», erzählt Rebekka Matter-Linder, die die Jugendarbeit Unterleberberg seit dem Beginn 2004 leitete.

Für die dritte nationale Aktion 72 Stunden hat die Jugendarbeit Unterleberberg ein grösseres, gemeinnütziges Projekt geplant. «Dafür mussten wir einiges schon planen, wie Bewilligungen und Materialien. Wir werden unseren fleissigen, jugendlichen Helfern aber bis zum Start am 10. September noch nicht verraten, was wir genau machen», so Matter-Linder.

Viele Anmeldungen hätten sie bisher zwar noch nicht, Matter-Linder macht sich deswegen aber keine Sorgen. Sandra Augstburger, die Hauptverantwortliche für die Aktion 72 Stunden und Studentin der Pädagogischen Hochschule, weiss, dass die Jugendlichen oft sehr spontan sind. «Aber wenn es dann erst so weit ist, sind alle mit an Bord, nehmen noch Freunde mit und setzen sich voll und ganz für das Projekt ein.»

Freiwillige Helfer sind gefragt

Mit ihren 60 Stellenprozent ist die Jugendarbeit Unterleberberg zwar nicht sonderlich gross, weiss sich aber zu helfen. «Wir sind einfach davon abhängig, dass sich auch viele freiwillige Helfer melden, die uns unterstützen», sagt Matter-Linder. Die finden sich schnell, sind die Jugendlichen in der Region doch sehr hilfsbereit und fleissig. «Wir stellen dann für die Einsätze bei Projekten auch ein Freiwilligenarbeitszeugnis aus.» Und diese zahlen sich auch aus. Die beiden aktiven Frauen erzählen, dass diese Zeugnisse schon vielen ihrer Freiwilligen helfen konnten, eine Lehrstelle zu finden.

Unterstützung vom Kanton

Auch die Kinder- und Jugendförderung des Kantons unterstützt die Aktion 72 Stunden. «Die Projektverantwortlichen können bei uns ein Projektfördergesuch einreichen und damit finanzielle Unterstützung erreichen», erklärt Patrik Kämpf, Fachstellenleiter der Kinder- und Jugendförderung Kanton Solothurn. Verantwortlich für den Aufbau der Kinder- und Jugendförderung im Kanton Solothurn ist Infoclick.ch, Kinder- und Jugendförderung Schweiz, die im Auftrag des Kantons arbeitet. Projekte wie die Aktion 72 Stunden seien enorm wichtig, weil sie die Aufmerksamkeit auf die Kinder- und Jugendarbeit in der Region richten können. «Die Aktion schweisst Jugendliche und Erwachsene unterschiedlichen Alters und Herkunft zusammen und trägt so zu mehr Solidarität bei», so Kämpf.

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