Jobportal

Job tauschen mit Solothurner Onlineportal

Carola Graf und Walter Dick haben ihr neues Partnerschafts-Vermittlungsangebot in Solothurn lanciert.

Carola Graf und Walter Dick haben ihr neues Partnerschafts-Vermittlungsangebot in Solothurn lanciert.

Mit dem neuen Onlineportal «tausche-job.ch» entsteht quasi eine Partnerschaftsvermittlung im Internet – einfach für Jobs anstelle von Beziehungen.

Tauschen ist in: Man tauscht heute Kleidung, Wohnungen, im Fernsehen sogar Frauen. Neu soll ein weiterer Aspekt des Lebens tauschbar werden: der Job. Diese Idee hatten vor zwei Jahren die zwei Solothurner Carola Graf und Walter Dick.

Seitdem laufen die Arbeiten am Projekt «Job tauschen». Lukas Dick, PR-Beauftragter der Unternehmung, informiert: «Die Probleme, die die Pendlerströme auslösen, seien es Gesundheitsschäden, der CO2-Ausstoss oder das überlastete Strassennetz, sind allgegenwärtig. Dagegen wollen die Initianten etwas unternehmen.» Mit dem Portal «tausche-job.ch» soll neu also Arbeitnehmenden mit einem langen Arbeitsweg ermöglicht werden, ihren Job mit jemandem zu tauschen, der ebenfalls unter dem Pendeln leidet. So gebe es mehr «Lebensqualität, Arbeitsqualität und einen verantwortungsvollen Umgang mit Familien, Freunden und Natur», wie im Einführungsvideo auf der Website des Portals zu lesen ist.

Wenn zwei Profile übereinstimmen

Das Prozedere ist einfach: Man soll sich auf der Website anmelden und sein Profil mit allen wichtigen Angaben zum Job und Arbeitsplatz erstellen. Jedes Profil bekommt ein Pseudonym, um die Anonymität der Jobtauschenden zu gewährleisten. Ein Algorithmus berechnet dann die Übereinstimmungen. Bei einem sogenannten «Matching», also einer hohen Übereinstimmung zweier Profile, bekommen die Suchenden eine Meldung und können sich austauschen. Falls es für beide passt, können sie ihren Arbeitgebern den Lösungsvorschlag präsentieren und im besten Fall die Stellen tauschen.

Bundesrat und Arbeitgeber sehen die Vorteile

Nicht nur die Initianten sind überzeugt von ihrem Projekt, für das sie in den kommenden Wochen Tausende Anmeldungen erwarten, sondern auch Alt-Bundesrat Johann Schneider-Ammann: In einem Brief an die Unternehmer bezeichnet er das Projekt als «kreative Lösung, die Zufriedenheit und somit auch die Produktivität von Arbeitnehmenden zu erhöhen.»

Auch betreffend die Kollaboration der Arbeitgeber sind die Initianten zuversichtlich. «Ist ein Angestellter mit der Arbeitssituation oder dem Arbeitsweg unzufrieden, wird er früher oder später künden. Wenn er dafür gleich einen Ersatz bieten kann, spart der Arbeitgeber Zeit und Geld. Es ist also tatsächlich ein Gewinn für beide», meint Mitinitiant Walter Dick, der auch selber Arbeitgeber ist.

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