Nachgefragt

«Jetzt mache ich nur noch, was mir Spass macht»: TV-Schauspieler tritt auf der Bühne auf

Stefan Gubser tritt auf der Bühne auf.

Stefan Gubser tritt auf der Bühne auf.

Der ehemals Tatort-Schauspieler Stefan Gubser ist im Wochenend auf dem Schlosswaldegg zu erleben.

«Rousseau im Spiegel des Molière» ist der Titel einer szenischen Lesung in den Räumen von Schloss Waldegg, die am Freitag, 31. Januar und Samstag, 1. Februar, jeweils um 20.30 Uhr aufgeführt wird. Vier Schauspieler sind mit dabei, darunter Stefan Gubser (63), Schweizer Tatort-Kommissar «ausser Dienst».

Stefan Gubser, wie kam es, dass Sie mit Regula Grauwiler, Dimitri Stapfer und Jürg Fankhauser Texte von Molière und Roussau als szenische Lesung zur Aufführung bringen?

Stefan Gubser: Ich kenne Regula Grauwiler schon lange. Sie bekam die Anfrage von Regisseur Georg Rootering. Und da sie wusste, dass ich offen für solche Produktionen bin, fragte sie mich auch gleich. Ich bin jetzt über 60 Jahre alt und möchte nur noch Projekte machen, die mir auch Spass machen.

Was ist im Gegensatz zum Film auf einer Bühne, respektive einer Lesung anders?

Gubser: Es ist im Grunde immer die gleiche Herausforderung. Man gestaltet einen Text, indem man ihn liest oder dann eben spielt. Beim Theater kommt die Bewegung hinzu, beim Film noch die Mimik. Ich finde gar, einen Text zu lesen ist noch herausfordernder, als wenn man ihm mittels Bewegung interpretieren kann. Zudem kann man sich mit Bewegungen einen Text auch besser merken. Ob Film oder Theater – das Handwerk ist das gleiche, die Mittel sind einfach verschieden. Ich freue mich, jetzt, da ich älter bin, solche Herausforderungen anzunehmen. Ich habe in über 200 Filmen und Fernseh-Produktionen mitgewirkt und das Theater sehr vernachlässigt. Das soll jetzt anders werden. Allerdings will ich freischaffend arbeiten. An einem Theater und in einem Ensemble fest engagiert zu sein ist nicht mein Ding. Ich brauche die Freiheit.

Was bringen uns heute denn Texte von Molière und von Rousseau?

Gubser: Molière-Stücke sind noch immer hochaktuell, weil sie universelle Geschichten erzählen. Zudem sind sie auch unheimlich komisch und witzig. Und alles in einer anspruchsvollen und gehaltvollen Sprache, besonders auch wegen der Übersetzung von Hans Magnus Enzensberger, wie wir sie darbieten. (frb)


Stefan Gubser ist am Wochenende mit Kollegen auf Schloss Waldegg zu erleben.

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