Der Schädling stammt aus Asien und er ist eine echte Bedrohung für Buchsstauden: Das Falterweibchen des Buchsbaumzünslers legt in den rund acht Tagen seines Lebens Eier an Buchsbäumen ab. Aus diesen entwickeln sich Raupen, die Buchsstauden innert kürzester Zeit vernichten können. Der Schädling verbreitet sich seither rasant. Die ersten Meldungen seien aus dem unteren Kantonsteil gekommen, sagt Kündig. Inzwischen hat der Wallierhof jedoch bereits Schadensmeldungen aus Grenchen, Feldbrunnen, Riedholz und Solothurn. Gesichtet wurde der Schädling aber auch schon im Raum Biel.

Zu erkennen ist der Schädling an den gelben Blättern und am Gespinst im Buchsbaum, das einem Spinnennetz ähnlich sieht. «Wenn keine Blätter mehr vorhanden sind, frisst sich der Buchsbaumzünsler in den gründen Rindenbereich. Dies führt zum Absterben gerade des niederen Einfassungsbuchs, etwa in Bauerngärten», weiss Kündig.

Je nach Witterung kann der Buchbaumzünsler bis in den November aktiv bleiben und gar an den Pflanzen überwintern. «Das Wichtigste ist die Befallsüberwachung», so Kündig. Raupen sollten eingesammelt und vernichtet werden, befallene Nester in den Büschen herausgeschnitten und in Kehrichtsäcken der Verbrennung zugeführt werden; keinesfalls der Grünabfuhr. Bei der Verwendung chemischer und biologischer Pflanzenschutzmittel gegen den Zünsler ist es wichtig, intensiv ins Pflanzeninnere zu spritzen.

Feuerbrand: Dieses Jahr wars ruhig

Positive Meldungen in Sachen Pflanzenkrankheiten gibt es dagegen beim Feuerbrandbefall im Kanton. Die Solothurner Obstbauern blieben dieses Jahr von der Bakterienkrankheit verschont, die Blätter und Blüten zum Welken und Pflanzen zum Absterben bringt. Bisher sind nur Einzelfälle aus den Gemeinden Kestenholz und Metzerlen-Mariastein bekannt, wie Jonas Zürcher vom Wallierhof bestätigt. Zwar habe das konsequente Fällen von kranken Bäumen in den letzten Jahren sicher etwas gebracht, sagt Zürcher. Man gehe aber davon aus, dass der Erreger noch immer vorhanden sei.

Entscheidend für den Feuerbrandbefall sei jeweils die Witterungssituation. Das Bakterium verbreitet sich nämlich vor allem bei feucht-warmem Wetter in der Blütezeit. «Offenbar war die Witterung für den Feuerbrand dieses Jahr nicht günstig», sagt Zürcher. Nächstes Jahr könnte die Befallssituation aber wieder ganz anders aussehen. 2011 war im Kanton vor allem Etziken betroffen. Gegen 30 Bäume mussten dort gefällt werden.