Persönlich

«Jetz si mir arm dra!»

Abstimmung zur Steuervorlage rückt näher. (Symbolbild)

Abstimmung zur Steuervorlage rückt näher. (Symbolbild)

Herr A: Sag mir, wann sind wir nun endlich dran?

Herr B: Wie meinst Du das?

Herr A: Es gibt doch da eine Volksinitiative. . .

Herr B: Ach so, jetzt taget es mir. Du redest von «Jetz si mir draa!»

Herr A: Genau: Sag einmal, wer ist eigentlich «mir»?

Herr B: Denk Du und ich.

Herr A: Schon, aber wenn alle «mir» sind, dann geht doch die Rechnung nicht auf.

Herr B: Weshalb nicht? Das ist doch der Sinn der Politik, dass immer an alle gedacht wird.

Herr A: Ha, das wäre ja noch schöner. Und vor allem etwas ganz Neues.

Herr B: Aber die von «Jetz si mir draa!»sagen, es gehe um uns.

Herr A: Und wer zahlt dann die Zechen, wenn wir alle drangekommen sind? Kommen wir dann noch einmal dran, wenn der Staat pleite ist?

Herr B: Du bist ein Pessimist! Der Kanton geht schon nicht unter.

Herr A: Meinetwegen. Aber wir vielleicht. Dann heisst es: «Jetz si mir arm draa!»

Herr B. Das sind wir einewäg.

Herr A: Im Ernst: Wir sollten eine Garantie verlangen, dass wir zehn Jahre nach der Annahme der Initiative nicht ärmer dran sind als jetzt.

Herr B: An Dir ist ein Schlaumeier, äh, ein Politiker verloren gegangen!

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Balz Bruder

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